Ein Nahwärmenetz - wie hier in Reichersbeuern - wird es im Bad Heilbrunner Neubaugebiet am Krebsenbach wohl nicht geben.
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Ein Nahwärmenetz - wie hier in Reichersbeuern - wird es im Bad Heilbrunner Neubaugebiet am Krebsenbach wohl nicht geben.

Uralte Heizanlage in Schule und Turnhalle bleibt damit ein Problem

Nahwärme-Verbundnetz in Heilbrunn geplatzt

  • VonEwald Scheitterer
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Es wird wohl nichts mit dem Nahwärme-Verbundnetz im Heilbrunner Neubaugebiet am Krebsenbach. Der Grund: Es gibt zu wenige Interessenten.

Bad Heilbrunn - Das geplante Nahwärme-Verbundnetz im Neubaugebiet am Krebsenbach dürfte wohl mangels williger Teilnehmer geplatzt sein. Dies ergab sich aus dem Sachstandsbericht der gemeindlichen Energiebeauftragten Norbert Deppisch und Toni Krinner in der jüngsten Sitzung des Heilbrunner Gemeinderats.

„Von den ursprünglich 22 Interessenten sind gerade einmal elf übrig geblieben. Damit ist die vorgesehene große Anlage mit einer entsprechend dimensionierten Hackschnitzel-Heizung wirtschaftlich nicht mehr darstellbar“, erklärte Deppisch ohne Umschweife. Letztlich gekippt war das Projekt, als vor Kurzem noch der größte Abnehmer – eine angrenzende Fabrik – sein Interesse zurückgezogen hatte. „Damit haben lediglich sechs der geplanten Abnehmer unterschrieben, drei weitere haben lediglich eine Absichtserklärung abgegeben, und dann kommt noch die Schule samt Turnhalle hinzu“, führte Bürgermeister Thomas Gründl aus: „Das rechnet sich dann in der ursprünglich vorgesehenen Größenordnung einfach nicht mehr.“

Gemeinde hat ein Problem mit Beheizung von Schule und Turnhalle

Damit sitze die Gemeinde vor allem weiterhin auf dem Problem Schule und Turnhalle, führte Deppisch aus: „Denn die Heizanlage dort ist uralt. Antiquiert zu sagen, ist fast noch geschönt.“ Um weiterzukommen, müssten erst noch solide Zahlen für Alternativmodelle vorliegen, „etwa eine Pelletheizung für die Schule“, warf Dritter Bürgermeister Bernd Rosenberger noch in der öffentlichen Sitzung ein.

Daraufhin beschloss das Gremium, das Problem nichtöffentlich weiter zu diskutieren. Auf Nachfrage erklärte der Rathauschef, man habe beschlossen, dass innerhalb von zwei Wochen die Zahlen für mögliche Detaillösungen auf dem Tisch liegen müssen: „Da steht die Gemeinde vor allem gegenüber den privaten Häuslebauern in der Verantwortung. Denen müssen wir möglichst rasch Bescheid geben, was für Möglichkeiten es in Sachen Nahwärme-Verbund geben wird oder auch nicht.“

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