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Hof Hornberg gehört seit Kurzem auch der Stiftung. 

Gut Nantesbuch bei Bad Heilbrunn

Stiftung von Susanne Klatten: Akademie eröffnet im April 2017

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Bad Heilbrunn - Ende 2012 hat die von Unternehmerin Susanne Klatten gegründete Stiftung Nantesbuch die ehemaligen Hofgüter Nantesbuch und Karpfsee erworben. In der Heilbrunner Bürgerversammlung wurden die weiteren Pläne vorgestellt.

 „Drei Jahre nach dem Kauf ist es, als gehörten wir dazu“, sagte Stiftungs-Geschäftsführerin Andrea Firmenich in der Heilbrunner Bürgerversammlung. Die Kontakte zur Gemeinde seien gut. „Wir treffen uns regelmäßig am runden Tisch.“ Natürlich gebe es nach wie vor oft die Frage aus der Bevölkerung, „was wir da eigentlich machen“, sagte Firmenich. Die Antwort ist immer noch nicht ganz einfach, weil derzeit noch vieles im Fluss ist. Jedenfalls wird seit Juli 2015 auf Gut Karpfsee fleißig gebaut. „Das Dach ist gedeckt, der Innenausbau hat begonnen.“ Das Besondere an dem Baukörper sei nicht die Länge von 130 Metern, sondern der Versuch des Architekten Florian Nagler, zwei bestehende Gebäude zu einem zu verbinden. „Das lange Haus ist auf den Fußabdrücken der alten Häuser entstanden“, so Firmenich. Im südlichen Teil soll der landwirtschaftliche Bereich Platz finden, mit Werkstätten, Unterstellmöglichkeiten und auch Raum für einige Tiere. Im nördlichen Teil entstehen Seminarräume und Übernachtungsmöglichkeiten.

Das Gebäude bildet den Sitz der künftigen Akademie Nantesbuch mit Bildungsangeboten zum Dialog zwischen Kunst und Natur. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Wohnhäuser wieder hergerichtet. Dort entstehen Büros und zwei Mitarbeiterwohnungen. Die Eröffnung der Akademie ist für den 5. April 2017 geplant.

Das einzige wirklich neue Gebäude, das auf dem Areal entsteht, ist die Energiezentrale mit Hackschnitzelheizung und Blockheizkraftwerk.

Bei den Angeboten der Akademie sollen „sich die Menschen mit den Themen Kunst und Natur auseinandersetzen“, sagte Firmenich. Vier „Schienen“ seien momentan angedacht. Bei den „Nantesbucher Erkundungen“ handle es sich eher um kleine Veranstaltungen an einem Vor- oder Nachmittag. „Hier wird es darum gehen, das Gelände zu erkunden. Mit einer Prise Kunst darüber.“ Die „Nantesbucher Übungen“ sehen dasselbe vor – nur länger und intensiver. Bei den „Nantesbucher Setzungen“ geht es „um das Wort“, sagte Firmenich. Denkbar wären hier Lesungen von Autoren, Dichtern und Schauspielern, aber auch musikalische Darbietungen – im Haus und auf dem Gelände. Der vierte Bereich ist ganz nüchtern mit „kultureller Bildung“ überschrieben. „Wir wollen unser Know-how an Multiplikatoren weitergeben. Wir möchten Leute schulen, wie man kulturelle Bildung vor allem an Kinder und Jugendliche weitergeben kann.“

Mittelfristig soll zudem die Kunstsammlung der Stiftung, die jetzt noch im Depot lagert, auf das Gelände umziehen.

Das ist übrigens seit Ende 2015 noch ein bisschen größer geworden, wie der zweite Stiftungsgeschäftsführer Konstantin Reetz erläuterte. „Wir haben Hof Hornberg in unmittelbarer Nähe zum Stiftungsgelände dazuerworben.“ In dem Anwesen seien bereits früher Seminare abgehalten worden. „Daran wollen wir anknüpfen“, so Reetz. Geplant sei, dort „kleinere Formate“ abzuhalten. Zum Hof gehören vier Hektar Wiesen, etwas Wald und ein kleiner Weiher.

Reetz betonte auch, dass die Übernachtungskapazitäten auf Gut Karpfsee eigentlich nur für die Dozenten ausreichen. „Unsere Gäste werden auf das Bettenangebot in der Region angewiesen sein.“ Auch hier hoffe er auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.  

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