Unterwegs in der Natur: Eine Gruppe bei einem Erkundungsgang tund um Natesbuch. Foto: Thomas Dashuber

Neues Programm vorgestellt

Nantesbuch: Stiftung hat sich etabliert

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Spannende Gäste aus ganz unterschiedlichen Bereichen sind im Herbst und Winter bei der Stiftung Nantesbuch zu Gast, um die Natur in all ihren Facetten näher zu beleuchten. Mit einem besonderen Angebot will man erstmals junge Erwachsene ansprechen.

Bad HeilbrunnErkundungen im Gelände, Gesprächsabende am Kamin, eine Fortsetzung der kleinen Reihe „Feierabende“ sowie spezielle Angebote für Kinder – die Programmverantwortlichen der Stiftung Nantesbuch legen nun ihre Veranstaltungsplanungen für das zweite Halbjahr 2018 vor. Hinzu kommen drei besondere Events: das Literatur- und Musikfest „Moosbrand“, das Medienkunstfest „Stilles Rauschen“ und die „Meisterklasse der Lesenden Künste“ (siehe Kasten).

Erfolgreich etabliert hat sich die kleine Reihe der „Feierabende“. Hier wird an einem Wochentag abends Programm geboten. „Das wird sehr gut angenommen“, sagt Annette Kinitz, die zusammen mit Jörg Garbrecht für die Programmleitung zuständig ist. Teilweise habe man sogar die Kapazitätsgrenze erreicht, beispielsweise beim Filmabend über Andy Goldsworthy. Die „Feierabende“ würden überwiegend ein Publikum aus der Region ansprechen. „Das Feedback ist sehr gut. Die Besucher schätzen es, nach der Arbeit noch Kultur genießen zu können und den Tag mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen.“

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Im Winterhalbjahr gibt es drei „Feierabende“: Am Donnerstag, 20. September, steht „Walden“ im Mittelpunkt, also das weltbekannte Buch von Henry David Thoreau, in Auszügen gelesen von Schauspieler Götz Otto. Es ist die „Bibel“ all jener, die sich mit dem Thema Aussteigen beschäftigen - und darum wird es bei diesem Gesprächsabend auch gehen. Zu Gast ist Harald Willenbrock, Mitbegründer des Magazins „Walden“. Die moderierte Diskussion, sagt Kinitz, werde sich darum drehen, „wie verrückt wir im normalen Leben sein können, sprich: Wie viel ,Aussteigen’ kann man in den Alltag integrieren“, so die Programmleiterin.

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Am Dienstag, 6. November, sind dann die Filmemacher Edward Burtynsky und Jenifer Baichwal in Nantesbuch zu Gast. Gezeigt wird ihr Dokumentarfilm „Watermark“. Es geht um das Thema Wasser. Mächtige Bilder und beeindruckende Nahaufnahmen soll das Element in all seinen Facetten zeigen und darstellen, welche Beziehung zwischen Mensch und Wasser besteht. Porträt werden verschiedene Personen auf der ganzen Welt - Sportler, Wissenschaftler oder Wasserbauingenieure. „Die Filmemacher wollen darauf aufmerksam machen, dass wir Wasser brauchen, ehren und verschwenden“, sagt Kinitz. Der Film wird im Original auf Englisch gezeigt, sei aber gut verständlich. Die beiden Künstler sind anwesend, das anschließende Gespräch wird auch übersetzt.

Im letzten „Feierabend“ am Donnerstag, 11. Dezember, geht es dann hoch hinaus - nämlich ins All. Zu Gast sind die Astrophysikern, Philosophin und FAZ-Redakteurin Sibylle Anderl, die zusammen mit Friedrich Liechtenstein übers Weltall sprechen wird. Anlass ist der „Internationale Tag der Berge“. Die beiden Gäste werden „einen großen Bogen spannen über die Fragen unserer Zeit“, sagt Kinitz und mutmaßt: „Ich denke, dieser Abend wird sehr humorvoll.“ Liechtenstein ist einem breiten Fernsehpublikum durch die markante Edeka-Werbung bekannt.

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Fester Bestandteil des Programms sind in Nantesbuch auch die „Erkundungen“. Im September, Oktober und November findet jeweils eine statt: Am 8. September stehen die Exmoor-Ponys im Mittelpunkt, am 6. Oktober kommt der Permakultur-Experte Sepp Holzer, und am 10. und 11. November steht das Moor im Mittelpunkt. „Das Interesse zu Veranstaltungen über die Faszination des Moores ist ungebrochen“, sagt Kinitz. Besondere Gäste sind Götz Otto und Matthias Göbel. Sepp Holzer wird mit den Teilnehmern einen Garten anlegen und währenddessen erklären, wie der Kreislauf der Permakultur funktioniert. Mitanpacken ist also erwünscht - natürlich auch, wenn es an diesem Oktober-Tag das Wetter nicht strahlend sonnig ist.

Etwas Neues und Besonderes ist die Erkundung „Deine Natur“- Sie findet von Donnerstag, 27., bis Sonntag, 30. September, statt, und richtet sich ausschließlich an junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren. Das neue Format soll Menschen ansprechen, die sich in einer Übergangssituation befinden, etwa zwischen Schule und Studium, Studium und Beruf, oder die dabei sind, von zu Hause auszuziehen, erklärt Kinitz.

Die jungen Erwachsenen sollen im Laufe von drei Tagen ihr schöpferischen Potenzial im Zusammenspiel mit der Landschaft erkunden. Dabei werden spielerische Mittel eingesetzt, es gibt aber auch geführte Wanderungen und die Möglichkeit, experimentelle Kalligrafie kennenzulernen. Die Jugendlichen, sagt Kinitz, können sich zum Beispiel mit der Frage auseinandersetzen „Wo gehe ich lang“ oder durch die Kunst neue Seiten und Stärken an sich selbst kennenlernen. Dieses Projekt ist auf drei Jahre angelegt, es wird also auch 2019 und 2020 Angebote geben.

Das Herbst-Programm startet am 6. September wieder mit einer Führung durchs Lange Haus. Diese wird nach wie vor einmal monatlich angeboten, „und das Interesse daran ist nach wie vor ungebrochen“, sagt Kinitz. Auch ganze Gruppen würden anfragen, jüngst etwa der Seniorenbeirat der Stadt Penzberg oder Kunstreferenten der evangelischen Landeskirche.

Weitere Infos

im Internet auf www.stiftung-nantesbuch.de. Alle Veranstaltungen sind ab sofort buchbar.

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