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Die Antoniuskapelle in der Ramsau bei Heilbrunn. Viele Gläubige schätzen diesen Ort sehr.

Verehrung des hl. Antonius

Neue Geschichten vom „Schlamperltoni“: Birgit Mayr schreibt drittes Buch

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Wer etwas verloren hat, ruft im Volksglauben gerne den hl. Antonius um Hilfe. Birgit Mayr aus Bad Heilbrunn sammelt seit Jahren Geschichten mit wundersamen Erlebnissen. Jetzt ist daraus wieder ein Buch entstanden.

Bad Tölz/Oberbuchen – Ja, da kann man schon mal verzweifeln: Wenn der Autoschlüssel im Erdbeerfeld aus der Hosentasche rutscht, die Brille im Meer buchstäblich baden geht oder der Haustürschlüssel im Winter auf dem Friedhof unterm Schnee verschwindet. In Situationen wie diesen ruft man gerne den heiligen Antonius an, im Volksmund besser bekannter als „Schlamperltoni“. Nach einem kurzen Gebet und gegen eine kleine – oder gerne auch größere – Spende im Opferstock taucht das Gesuchte meistens schnell wieder auf.

Birgit Mayr aus Oberbuchen sammelt seit Jahren Berichte über den Heiligen, der ihr seit Kindesbeinen ans Herz gewachsen ist. 2014 und 2015 veröffentlichte sie je ein Büchlein mit diesen Geschichten. Nun hat sie Band drei geschrieben. „Ich hab’ überhaupt nicht geplant, noch ein drittes Buch zu machen“, sagt die 56-Jährige. Aber nach den ersten beiden Büchern habe sie so viele positive Rückmeldungen und in der Folge auch Geschichten erhalten, „dass es einfach noch einen dritten Band geben muss“, sagt sie lächelnd.

Wie immer sind es sehr menschliche Geschichten. Da Mayr als Fremdenführerin für die Tölzer Tourist-Info arbeitet und in der Gruppe der „Tölzer Stadtversucherinnen“ regelmäßig Touristen durch die Stadt führt, bekommt sie auch von den Gästen Geschichten über den heiligen Antonius zu hören. Im neuen Buch sind einige dieser Erlebnisse verewigt.

Birgit Mayr aus Oberbuchen hat einen besonderen Bezug zum heiligen Antonius. 

Der heilige Antonius wurde 1195 in Lissabon geboren und starb 1231 nahe Padua. Dort ist ihm die weltbekannte Basilika geweiht. Antonius’ Patronat für verlorene Sachen geht auf die Überlieferung zurück, dass ein junger Mönch den Psalter des Antonius ohne dessen Erlaubnis mitnahm, schreibt Mayr eingangs in ihrem Buch. Daraufhin wurde er von Erscheinungen heimgesucht, so dass er das Buch schleunigst zurückbrachte. Antonius ist jedoch auch der Patron der Armen, der Liebenden, der Eheleute, der Bäcker und der Reisenden. „Er wird auch angerufen für eine glückliche Entbindung“, sagt Mayr.

Mit charmanten Worten schildert Mayr im dritten Antonius-Büchlein wieder zahlreiche Begebenheiten, die alle gut ausgingen, wenn auch manchmal erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Immer wieder, so berichtet Mayr schmunzelnd, seien auch Menschen dabei, die anfangs „das Ganze mit dem Antonius“ nicht glauben würden. „Aber dann probieren sie es aus und sind ganz überrascht, dass es funktioniert.“

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Auch Erlebnisse aus ihrer Familie hat Mayr wieder mit aufgenommen, und diesmal auch drei Erlebnisse von Michaela Linke vom „Arzbacher Hof“, die auf ihrem Blog „Aus ganzem Herzen“ immer wieder sehr persönliche Geschichten teilt. Zum Schluss sind noch einige Antonius-Darstellungen rund um den Globus zu sehen. Mayr hat das Buch wieder im Eigenverlag herausgebracht. Es gibt eine Auflage von 1000 Stück.

Das Buch kostet 14,95 Euro und ist ab sofort in Bad Tölz in der Tourist-Info, in den Buchhandlungen Rupprecht und Urban sowie bei „Rendezvous der Genüsse“ erhältlich. Zudem gibt es das Buch bei Foto Soukup in Bad Heilbrunn, über die Internetseite www.antonius-geschichten.de und mit der ISBN-Nummer 9 783000  640 971 überall im Handel. Birgit Mayr lädt außerdem am Freitag, 6. Dezember, zu einer Lesung ins Gasthaus Ramsau ein. Beginn ist um 18.30 Uhr, zuvor gibt es ab 18 Uhr Punsch und Plätzchen. Eintritt: zehn Euro. Anmeldung unter Telefon 08046/587.

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