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Das Haus links dient als Verwaltungsgebäude, im rechten Haus befinden sich Mitarbeiterwohnungen. Davor wird ein Bauerngarten angelegt.

Bauarbeiten der Stiftung Nantesbuch

Das neue Gut Karpfsee ist bald fertig

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Auf der Großbaustelle der Stiftung Nantesbuch in Bad Heilbrunn kommen die Handwerker sehr gut voran. Ende April will die Stiftung ihr Bildungsprogramm vorstellen, und am 24. Juni findet ein großes Einweihungsfest für die ganze Bevölkerung statt.

Bad Heilbrunn– Nun bekommt man schon einen sehr guten Eindruck, wie das Bildungshaus (genannt: „Langes Haus“) aussehen wird. Der Innenausbau ist schon gut fortgeschritten, zeigte Projekt- und Bauleiter Sebastian Streck bei einem Rundgang. Die Böden sind fertig, derzeit arbeiten unter anderem Schreiner und Elektriker in den Zimmern.

In dem Gebäude dominiert überall das Holz: die Böden sind aus Tanne, Wände und Geländer aus Fichte, in den Gästezimmern findet man Esche aus dem Bregenzer Wald. „Es ist gewollt, dass das Material altert und Gebrauchsspuren zeigt“, sagt Streck. Das Fichtenholz stammt übrigens aus Dietramszell.

Die 14 Zimmer sind schlicht, aber stilvoll. Die Stiftung nennt sie charmant „Mönchszellen“. Auch der große Vortragsraum im Obergeschoss ist so gut wie fertig. Hier wurden im Dach besondere Fenster aus Primusglas eingebaut, so dass das Tageslicht von oben blendfrei in den Raum fällt. Dieser zeichnet sich auch durch eine besondere Akustik aus.

Etwas Besonderes ist auch die Kühlung: Sie erfolgt über ein sogenanntes Erdsondenfeld. Dafür wurden draußen 26 Bohrungen à 100 Meter vorgenommen, die dem Wärmeaustausch dienen. Warme Luft wird im Sommer in die Erde geführt, um als kühle Luft hochzusteigen und den großen Seminarraum zu kühlen.

Im Obergeschoss, in das eine freischwebende Treppe führt, gibt es weitere Seminarräume und einen Aufenthaltsbereich, den an einer Stelle ein großer Kamin räumlich gliedert. Dank großer Glasfenster kann der Blick immer wieder ins Grüne schweifen.

Auch die Außenanlagen nehmen schon gut Gestalt an. Auf der Westseite ist man schon fertig, vor der Terrasse wurden Obstbäume und seitlich noch Eichen gepflanzt. Auf der Ostseite wird gerade ein Bauerngarten angelegt.

Gleich daneben sind auch schon die Wohn- und Verwaltungsgebäude für die Mitarbeiter fast fertig. Der Stil von Architekt Florian Nagler zieht sich überall durch: viel Holz, behutsame Zusammenführung von Altem und Neuem, etwa beim Wandverputz. Langsam ziehen auch die Mitarbeiter ein. Rund 20, erklärt Pressesprecherin Anke Michaelis, werden künftig vor Ort arbeiten.

Ende April möchte die Stiftung ihr Bildungsprogramm der Öffentlichkeit vorstellen. Ab dann ist es für Interessenten im Internet buchbar. Es soll zuerst sogenannte „Erkundungen“ geben, geführte thematisierte Spaziergänge im Gelände zu den Themen Natur und Kunst. Fachvorträge sollen dieses Angebot abrunden.

Als Zweites ist für September ein dreitägiges Literaturfestival geplant, zu dem Autoren, vortragende Schauspieler und Musiker eingeladen werden. Diese Veranstaltung ist für alle Interessierte offen.

An ein Fachpublikum richtet sich dann das dritte Angebot im Bereich kulturelle Bildung. Die Stiftung plant Weiterbildungsangebote für Lehrer und Künstler im Bereich Kultur und Natur.

Das künftige Bildungszentrum auf Gut Karpfsee: Ein Rundgang über die Baustelle

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