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Dieses Schild verwirrt die Gäste von Thomahof und Reindlschmiede, weil sie nicht wissen, ob sie bis zum Gasthaus und Hofladen fahren können.

Bauarbeiten an der B 11

Thomahof und Reindlschmiede klagen: Straßenschilder verwirren Gäste

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Die Bauarbeiten an der Bundesstraße 11 bei Langau haben noch nicht richtig begonnen, da erreichen den Thomahof schon weniger Gäste. Auch die Reindlschmiede muss viele besorgte Anrufe beantworten. Schuld sind missverständliche Straßenschilder.

Das Staatliche Bauamt Weilheim bessert die Bundestraße 11 zwischen Kiensee und Reindlschmiede in Bad Heilbrunn aus. Eine Kurve und eine Senke werden entschärft. Ab Mitte August ist der Streckenabschnitt bis 29. September komplett gesperrt. Florian Seidl merkt das schon jetzt, obwohl gerade einmal die Vorarbeiten laufen. Seinen Thomahof in Schönrain erreichen weniger Gäste, obwohl die Straße bis zur Reindelschmiede frei ist. Schuld sind missverständliche Straßenschilder.

Straßenbauamt:  „Das ist eindeutig“

Die Tafeln, die bei Königsdorf auf die Maßnahme hinweisen, besagen, dass die B 11 südlich der Reindlschmiede gesperrt ist (Foto: Rohrmoser). „Das ist eindeutig“, findet Christine Volkmer, die für die Baumaßnahmen im Landkreis zuständig ist. Rudolf Rohrmoser, Inhaber der Reindlschmiede, sieht das anders. Ihn erreichen besorgte Anrufe – vor allem von Gästen, die für Hochzeiten und Geburtstage reserviert haben. „Wir müssen beruhigend einwirken, damit jeder weiß, er kann uns ohne Probleme erreichen“, sagt der Wirt. Er versucht, den Zusatz auf dem Schild, dass es keine Wendemöglichkeiten gibt, mit Humor zu nehmen: „Von unseren Gästen musste noch keiner rückwärts nach Hause fahren.“ Lachen kann er darüber nicht so richtig. „So eine Baustelle ist nie gut fürs Geschäft.“ Er sehe die Notwendigkeit für die Maßnahme. „Wir wehren uns nur gegen die Schilder.“ 

Das sind die Sommerbaustellen im Landkreis

Zusammen mit dem Thomahof hat Rohrmoser beim Bauamt um Änderung gebeten. Genutzt hat es nichts. Laut Christine Volkmer bleiben die Schilder, weil klar sei, dass Autofahrer bis zur Reindlschmiede kommen. Rohrmoser erklärt sich das so: „Die Schilder wurden gedruckt, jetzt bleiben sie stehen.“ Die Wirte wollen eigene Schilder aufstellen, um ihren Gäste zu zeigen, dass sie zu ihnen fahren können.

Eine Änderung vorgenommen

Lediglich eine Verbesserung konnte der Wirt der Reidlschmiede für sich erreichen. Auf dem Schild, das am Kreisverkehr Langau steht, stand, dass „keine Zufahrt zur Reindlschmiede möglich“ ist. Dieser Zusatz wurde inzwischen abgeklebt, obwohl der Wortlaut mit der Gemeinde abgesprochen gewesen sei. „Für unsere Straße stimmt die Formulierung“, erklärt Volkmer. Die alternative Gemeindestraße von Kiensee über Mürnsee sei zu beengt für das gesamte Verkehrsaufkommen.

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