Konrad Specker

Gemeinderat Bad Heilbrunn

Specker-Rücktritt nochmals breitgetreten

Bad Heilbrunn - Der ehemalige Zweite Bürgermeister von Bad Heilbrunn ärgert sich über die Vorwürfe von Josef Schwaller.

Der Amtsverzicht von Konrad Specker (FW) als Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Bad Heilbrunn schlägt immer noch hohe Wellen. Wie berichtet, hatte Specker beantragt, ihn von dieser Funktion zu entbinden, da er aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit habe, alle Aufgaben zu übernehmen. Der Gemeinderat und auch Bürgermeister Thomas Gründl zeigten bei der April-Sitzung Verständnis für das Anliegen Speckers und lobten in kurzen Stellungnahmen alle die geleistete Arbeit des Bäckermeisters.

Josef Schwaller

Lediglich Josef Schwaller (CSU) hatte schon in der März-Sitzung dem Gesuch Speckers nicht folgen wollen. Nachdem der Gemeinderat inzwischen Friedrich Bauer (FW) zum neuen Zweiten Bürgermeister bestimmt hatte, glaubte man, das Thema sei abgeschlossen. In der CSU-Mitgliederversammlung erhob Schwaller nun aber Vorwürfe gegen Specker: Der, so Schwaller, habe schließlich auch noch andere Ehrenämter wie Bezirksrat und FW-Vorsitzender und sei auch im Vereinswesen engagiert. Specker habe dem Amt des Vize-Bürgermeisters einfach nicht die notwendige Wertschätzung entgegengebracht, so der CSU-Ortschef.

Specker sah sich nun gezwungen, bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag noch einmal das Wort zu ergreifen, um seinen Ärger über Schwallers Auslassungen loszuwerden. Er habe seinerzeit deutlich vorgetragen, warum er den Posten nicht mehr ausüben könne. Für ihn gelte, „wenn ich was mache, dann mache ich es 100-prozentig oder gar nicht“, konterte Specker.

Wenn Schwaller jetzt hinter seinem Rücken die Sache wieder breittrete, dann wolle er offenbar nur politisches Kapital rausschlagen. Das sei in einer Zeit, in der Heilbrunn ganz andere Probleme habe, nicht zu verstehen. Norbert Deppisch (Grüne) erinnerte Schwaller an seine früheren Aussagen, wonach man im Gemeinderat fair zusammenarbeiten solle.

Bevor es zu weiteren Auseinandersetzungen kommen konnte, erklärte Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) die Sache „für beendet“.  

Wolfgang Breitwieser

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