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Gesperrt ist die B 472 zwischen Sindelsdorf und Untersteinbach. Die Bauarbeiten laufen aber in einigem Abstand von den Gesperrt-Schildern.

Staatliches Bauamt

Sperrung der B472: Von Bauarbeiten nichts zu sehen

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Vier Monate Sperrung: Diese Maßnahme auf der B 472 sorgt für Gesprächsstoff – und teilweise für Verwunderung. In einer E-Mail an den Tölzer Kurier zeigt sich ein Leser erstaunt: „Seit einer Woche ist die B 472 gesperrt, und nichts, aber auch gar nichts ist seitdem passiert.“

Bad Tölz-Wolfratshausen– Auf Anfrage räumt Martin Herda, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, ein: „Wenn ich auf das Gesperrt-Schild zufahren und von dort keine Baustelle sehen würde, würde ich mich auch wundern.“ Tatsächlich aber werde jeweils erst ein ganzes Stück hinter den Absperrungen gebaut. „Die Hauptbaumaßnahme läuft von der Loisachbrücke bis zur Anschlussstelle Bichl-Nord.“ Schwerpunkte seien die Loisachbrücke, die Bahnbrücke und die Anschlussstelle westlich von Bichl (Kreuzung B 11/B 472). Die Sperrung ab der Abzweigung zur Staatsstraße 2370 bei Sindelsdorf im Westen habe man aber so setzen müssen, weil sich der Verkehr nur von dieser Stelle aus umleiten lasse. Im Osten wiederum werde der Verkehr bereits in Untersteinbach umgeleitet, weil der Bereich ab dort für bauvorbereitende Maßnahmen nötig sei. Außerdem sei eine klar verständliche Umleitung nur mit einer gebündelten Verkehrsführung bis zum Kreisverkehr bei Langau möglich.

Laut Herda bleibt es auch fast bis zum Schluss der Arbeiten so, dass man von den Gesperrt-Schildern aus keine Bauarbeiten sieht. Voraussichtlich erst in den letzten beiden Wochen stünden dann auf je zwei Kilometern ab den Enden der Hauptbaustelle noch Deckenbauarbeiten auf der B 472 an.

Lesen Sie auch: Sperrung der B472: Der Anfang war besser als befürchtet

Allgemein zieht Herda nach einer Woche eine positive Zwischenbilanz. Auf der Umleitungsstrecke durch Penzberg „läuft es so, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagt er. „Das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt, Penzberg hat natürlich eine große Belastung. Aber es gibt keine immensen Staus.“ Ein „kleines Problem“ gebe es auf der Umleitung über Langau. Von Langau kommend wollen viele Fahrzeuge an der Kreuzung zur Staatsstraße 2063 nach links Richtung Bichl abbiegen. „Dadurch staut es sich weit zurück“, so Herda. Deswegen wolle das Bauamt das Bankett verfestigen, sodass die Rechtsabbieger leichter am Rückstau vorbeifahren können.

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