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Übergangslösung: In diesen Containern auf dem ehemaligen „Post“-Areal werden ab Anfang Oktober vorläufig 21 Bad Heilbrunner Kindergarten-Kinder untergebracht. 

„Sehr gute Rücklaufquote“

Standort Mürnsee durchgefallen: Heilbrunner Eltern wünschen sich Kindergarten in der Ortsmitte

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Einen Strich durch die Rechnung machten die Eltern nun den Bad Heilbrunner Gemeinde-Verantwortlichen: Die Mehrheit wünscht sich einen neuen Kindergarten-Standort in der Ortsmitte - nicht in Mürnsee.

Bad Heilbrunn Gespalten war die Resonanz im Bad Heilbrunner Gemeinderat am Dienstagabend über das Resultat der Elternbefragung zur Kindergarten-Bedarfsplanung, die im Juli durchgeführt worden war. Einerseits machten die Eltern den Gemeinde-Verantwortlichen einen großen Strich durch die Rechnung, da dabei der favorisierte Neu- und Ausbau einer Kinder-Tagesstätte im Ortsteil Mürnsee glatt durchgefallen ist. Vielmehr wünscht sich die überwältigende Mehrheit der Erziehungsberechtigten einen neuen Standort in der Ortsmitte.

Positiv gesehen wurde hingegen die „sehr gute Rücklaufquote“, so Bürgermeister Thomas Gründl. Bei der Befragung von 255 Heilbrunner Haushalten mit insgesamt 400 Kindern unter zehn Jahren waren 130 Antworten eingetroffen, also von Eltern von insgesamt 215 Kindern. Dabei lag die Rücklauf-Quote bei Kindern unter sechs Jahren sogar bei über 60 Prozent.

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Auf die Frage nach den gewünschten Standorten hatten sich 59 für den bisherigen Standort am Wörnerweg ausgesprochen und 57 für die Ortsmitte. Lediglich 14 hatten für Mürnsee votiert, so Gründl. „Auch ich hätte Mürnsee favorisiert“, so der Rathauschef, „aber wir können doch nicht erst die Bürger befragen und dann doch wieder andersrum entscheiden.“

Diesem Argument schloss sich auch die überwältigende Mehrheit des Gremiums an. Lediglich Robert Rieker bezweifelte, dass die Befragung auch aussagekräftig sei. „Damit steht für mich fest, dass der neue Kindergarten in der Ortsmitte entstehen wird. Über das Wie und den exakten Standort werden wir erst noch beraten müssen“, fasste Bürgermeister Gründl die Diskussion zusammen. Dafür waren dann auch fast alle Gemeinderäte mit Ausnahme von Rieker.

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Insgesamt hatte die Befragung des Büros Salm & Rieger ergeben, dass bis zum Jahr 2027 im Gemeindegebiet von Bad Heilbrunn eine erhebliche Steigerung bei den Betreuungsplätzen erforderlich sein wird: 64 Krippenplätze (sechs Gruppen), 142 Kindergartenplätze (sechs Gruppen) und rund 130 Plätze in der Mittags- und Nachmittagsbetreuung sind dann nötig. Bislang vorhanden sind 24 Krippenplätze (zwei Gruppen), 97 Kindergartenplätze (vier Gruppen) und zehn weitere Plätze im Wald-Kindergarten.  esc

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