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In Heilbrunn gibt es seit Kurzem einen Kreisverkehr.

Stark befahrene Bundesstraße in Heilbrunn

Wie laut sind 17 000 Autos?

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Der Heilbrunner Bürgermeister Thomas Gründl wünscht sich ein Lärmschutzgutachten für die komplette Ortsdurchfahrt.

Bad Heilbrunn – Gründl will die Lage für alle Bewohner, die von den Geräuschen des Straßenverkehrs an der B 472 betroffen sind, innerhalb der nächsten beiden Jahre untersuchen lassen. „Das muss der Gemeinderat natürlich noch absegnen.“

Einige Anwohner der Ortsdurchfahrt fühlen sich vom Straßenlärm belastet – wie Peter Miesen, der mit seiner Frau und zwei Kindern nahe des neu gebauten Kreisverkehrs wohnt. „Mit der Nachtruhe ist es um fünf oder sechs Uhr morgens oft vorbei“, sagt er.

Für die Familien in den Nachbarhäusern sei die Situation ebenfalls unbefriedigend. Und der Kreisverkehr habe die Lage nochmals verschlechtert, findet Miesen. Dabei beruft er sich auch auf die Lastwagen, die etwa 20 Meter von seiner Haustüre beschleunigen würden.

Zwischen 17 000 und 19 000 Fahrzeuge sind täglich auf der Bundesstraße durch Heilbrunn unterwegs. Anwohner Miesen begrüßt es, „dass sich die Gemeinde Gedanken macht“, sieht sie aber in einer „moralischen Verantwortung“. Denn auch wenn der Staat für die Bundesstraße verantwortlich sei, hätte der Gemeinderat die Situation mit dem neuen Kreisverkehr erst geschaffen.

Ende 2016 hatte Miesen sich in einem längeren Schreiben an das Rathaus für Lärmschutzmaßnahmen stark gemacht. Planer Ferdinand Feirer-Kornprobst erklärte damals in der Gemeinderatssitzung, dass es an bestehenden Verkehrswegen keine Grenzwerte und damit auch keinen Rechtsanspruch auf eine Lärmschutzwand oder Ähnliches gebe. Die Immissionsschutzverordnung greife in diesem Fall nicht, sondern nur bei wesentlichen Änderungen der Straßenführung – und dann auch erst, wenn sich der Geräuschpegel um drei Dezibel erhöhe. „Das wäre eine Verdoppelung des Lärms“, erklärte Feirer-Kornprobst.

Die Gemeinde hatte 2016 vor dem Bau des Kreisverkehrs eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben. Ergebnis damals: Der Verkehrslärm würde sich „nur in geringem Maße“ erhöhen. 

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