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Großes Interesse an der Bad Heilbrunner Bürgerversammlung: Im Kursaal blieb kein Platz frei.  

Bürgerversammlung

Vier-Sterne-Hotel für die Heilbrunner Dorfmitte

Großes Interesse bestand an der Heilbrunner Bürgerversammlung. Unter anderem ging es um die Ideen für die Neugestaltung der Dorfmitte.

Bad Heilbrunn – Thomas Gründl lässt keine Gelegenheit aus, Bad Heilbrunn als die schönste Gemeinde im Landkreis zu bezeichnen. Dass dies – zumindest was die Ortsmitte angeht – nicht zutreffend ist, weiß natürlich auch der Bürgermeister. Dass diese Wunschvorstellung eines Tages aber Wirklichkeit werden kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Zwar gibt es noch aus alten Zeiten einen ansprechenden Bebauungsplan für die Dorfmitte, doch wird dieser im Rahmen eines Architektenwettbewerbs jetzt neu erarbeitet.

Welche Vorgaben die Planer in ihr Konzept einarbeiten sollen, das hat Stefan Hofer von der Lars Consult GmbH bei der Bürgerversammlung am Montagabend der Öffentlichkeit aufgezeigt. Neu gegenüber früher ist die Einbeziehung des Geländes des ehemaligen Gasthofs zur Post, für das es ebenfalls schon einen gültigen Bebauungsplan aus früheren Zeiten gibt. Das dort einst geplante Hotel soll auch im Mittelpunkt der neuen Konzeption stehen. Hofer denkt an ein Vier-Sterne-Hotel mit 100 bis 120 Zimmern, Rezeption, Restaurant, Spa- und Wellnesseinrichtungen mit Innen- und Außenpool, mit Seminarräumen und mit einer Tiefgarage mit 120 Plätzen. Weitere Vorgaben, die Hofer den am Wettbewerb teilnehmenden Planungsbüros mit auf den Weg gegeben hat, sind ein barrierefreier möglichst verkehrsfreier öffentlicher Platz als Ortszentrum mit Flächen für Veranstaltungen, für den Wochenmarkt und auch für so etwas wie einen Standort „Kunst im Ort“, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nantesbuch. Auch einen Brunnen, der an die historische Bedeutung der Jodquelle im Ort erinnern soll, hält Hofer für eine gute Idee. Die restlichen Flächen im Kurpark und im Ortskern von knapp 12 000 Quadratmetern sollen als Wohn- und Mischbauflächen ausgewiesen werden, besonders für „Wohnen in allen Lebensformen“.

Zu den mutigen Plänen eines Hotels fügte Bürgermeister Thomas Gründl noch hinzu, es sei sicher leichter einen Investor als einen Betreiber zu finden. Jetzt ist es Aufgabe der Architekten, aus diesen Vorgaben eine Grundsatzplanung zu erstellen, die dann vom Gemeinderat noch abgesegnet werden muss und gegebenenfalls auch verändert werden kann. Denn letztlich sprechen die Investoren noch ein wichtiges Wort mit.

Fest stehen bereits die Pläne und auch der zeitliche Ablauf für den Bau des Kreisverkehrs an der Einmündung der Birkenallee in die Bundesstraße 472. Mit einer umfangreichen Power-Point-Darstellung zeigte Planer Wolfgang Heubeck auf, wie die einzelnen Arbeitsabläufe in der 21 Wochen andauernden Bauzeit ablaufen sollen, ohne dass es zu größeren Einschränkungen des Verkehrs kommt. Die Fußgängerunterführung soll nach Osten zum Bierhäuslweg verlegt, dafür aber behindertengerecht gestaltet werden. Vorwärts geht es seiner Aussage nach auch mit dem Weiterbau des Geh- und Radweges von Tölz nach Penzberg, wo es im Bereich von Langau noch gilt, Lücken zu schließen. Ein paar Grundstücksfragen seien aber noch offen.

Kurz sprach Heubeck auch den Hochwasserschutz an, eine weitere Aufgabe, mit der er in Bad Heilbrunn derzeit beschäftigt ist. Dabei berichtete er, dass man erwäge, den Krebsenbach teilweise neu zu verlegen.

Während überall noch viel geplant wird, geht es beim Bau der Stiftung Nantesbuch in Karpfsee dem Ende zu. Projektleiter Konstantin Reetz berichtete, man werde am Samstag, 24. Juni, die Eröffnung feiern und dazu die ganze Bevölkerung einladen. wbr

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