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Am südöstlichen Rand des Sportplatzes in der Langau soll die Jurte des Waldkindergartens aufgestellt werden.

Gemeinderat

Heilbrunner Waldkinder ziehen an den Sportplatz

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Die Ansiedlung eines Waldkindergartens in Heilbrunn gestaltet sich schwierig. Nach mehreren Anläufen hat der Gemeinderat nun einen Standort an der südöstlichen Ecke des Langauer Sportplatzes genehmigt. Doch auch dort regt sich Widerstand.

Bad Heilbrunn– Der Waldkindergarten ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinden Bad Heilbrunn und Benediktbeuern. Träger wird das Albert-Schweitzer-Familienwerk. Rund 20 Mädchen und Buben sollen die Einrichtung besuchen und sich vor allem in der freien Natur beschäftigen. Die Standortsuche zieht sich seit Monaten. Verschiedene Vorstöße scheiterten entweder am Widerstand der Grundstücksbesitzer oder der Anlieger. „Die Suche hat sich schwieriger als erwartet gestaltet“, sagte Bürgermeister Thomas Gründl am Dienstag in der Gemeinderatssitzung. Nun aber soll der Waldkindergarten nach einigem Hin und Her an die südöstliche Ecke des Langauer Sportplatzes. Die Fläche gehört der Gemeinde, ist aber an einen Landwirt verpachtet. „Er ist vom Grundsatz her einverstanden“, sagte Gründl. Auch mit dem Sportverein habe man gesprochen.

Überhaupt nicht einverstanden ist allerdings der Landwirt, dem eine der angrenzenden Flächen gehört. „Er ist vehement dagegen“, berichtete Geschäftsleitender Beamter Andreas Mascher von einem Brief. Der Mann habe auch angekündigt, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen und alle etwaigen Naturschutzverstöße zur Anzeige zu bringen, berichtete Mascher. Bedenken haben auch andere Nachbarn – wegen der Autos, die die Kinder morgens bringen und mittags holen. Dennoch will die Gemeinde an dem Standort festhalten. „Auch, weil wir nicht wissen, wo wir noch suchen sollen“, sagte Mascher.

Josef Schwaller (CSU), der das Projekt federführend begleitet, stimmte die schwierige Standortsuche „nachdenklich. In Nachbargemeinden geht so was ruckzuck. Nur in Heilbrunn läuft das so zäh.“ Alles weitere zu dem Thema wolle er aber lieber erst im nichtöffentlichen Sitzungsteil sagen.

Dass der gefundene Standort eher eine Notlösung ist, wurde in der Debatte deutlich. „Wir hätten uns auch einen attraktiveren Standort gewünscht“, sagte Bernd Rosenberger (Grüne). Er wolle noch einmal an alle Grundstückseigentümer appellieren, damit sich vielleicht doch mittelfristig eine bessere Möglichkeit findet. „Vielleicht geht ja was, wenn es sich erst einmal etabliert hat“, meinte auch Gründl.

Gegen die Stimme von Rosenberger wurde der Standort beschlossen. Konsequenterweise stimmte der Grüne im Anschluss auch gegen die vom Albert-Schweitzer-Familienwerk beantragte Jurte. Das 2,50 Meter hohe Zelt mit Holzboden und einem Durchmesser von sechs Metern bietet allen Waldkindergartenkindern Platz. Ansonsten entstehe dort nur noch eine Kompost-Toilette, so Mascher. Geht alles glatt, soll der Waldkindergarten im September seinen Betrieb aufnehmen.

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