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Hat mit den Glimmstängeln gebrochen: Florian Krinner hat seit über fünf Jahren keine Zigarette mehr geraucht. 

Welt-Nichtrauchertag

Aufhören ist reine Kopfsache

Bad Tölz-Wolfratshausen – Heute ist Welt-Nichtrauchertag: Florian Krinner spricht über die Sucht und Ekelbilder auf Zigarettenschachteln.

Die Weltgesundheitsorganisation nutzt den Welt-Nichtrauchertag seit 29 Jahren, um über Risiken informieren und Raucher zum Ausstieg bewegen. Florian Krinner aus Bad Heilbrunn hat das geschafft.

Vor fünf Jahren wollte er, der über 34 Jahre lang bis zu 14 Zigaretten am Tag konsumierte, durch ein Rauchfrei-Programm der Tölzer Caritas zum Nichtraucher werden – unsere Zeitung begleitete ihn dabei. Mit Erfolg: „Ich habe seitdem keine Zigarette mehr geraucht“, sagt der 60-Jährige.

Dabei war er sich damals nicht sicher, ob er auf Dauer mit den Kippen bricht. Der Kurs hat ihn aber so beeindruckt, dass er noch heute so lebendig davon erzählt, als sei er erst vor wenigen Wochen gewesen: „Mich hat meine Frau überredet.“

Er hatte befürchtet, mit Schockbildern und Verboten überhäuft zu werden. Doch es kam ganz anders: „Man durfte nach den Kursen sogar rauchen! Nur sollte man sich dann die Frage stellen, warum will ich das jetzt?“ So sei man langsam eingelullt worden, „aber im positiven Sinne“, wie Krinner betont. Im Kurs wurde die Unnötigkeit des Rauchens vermittelt, aber weitgehend auf Zwänge verzichtet. Eine gute Taktik für den Heilbrunner: „Man darf den Leuten einfach keine Angst machen, dann springen sie gleich ab.“

Und das Leben ohne Glimmstängel hat Vorteile. Krinner fühlt sich ein bisschen fitter, sagt er. „Wobei ich auch nicht zum Athleten geworden bin.“ Zumal er als Raucher keine gesundheitlichen Beschwerden gehabt habe.

Wichtiger als die körperliche ist dem 60-Jährigen die geistige Gesundheit, die er durch das Überwinden innerer Zwänge erreichte. „Die Sucht ist reine Kopfsache.“ Man müsse sich nur darüber klar werden, dass man die Zigarette, die man ohne groß zu überlegen nimmt, einfach nicht braucht. Das ist allerdings gar nicht leicht: Zwei Teilnehmer des Rauchfrei-Programms wurden rückfällig.

Die WHO fordert, Tabakwerbung zu verbieten. Außerdem sollen Ekelbilder auf Zigarettenschachteln die Lust am Rauchen verderben. Krinner sieht da schwarz. „Rauchen ist Gewohnheitssache. Da achtet man auf Schachteln gar nicht mehr.“  mwh

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