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Hotel „BergeBlick“ will im Frühjahr 2023 eröffnen

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Der Outdoor-Bereich: Der Aufenthalt in dem Hotel soll alle Sinne ansprechen. 
Der Outdoor-Bereich: Der Aufenthalt in dem Hotel soll alle Sinne ansprechen.  © Beham Architekten

Beim Bau des Hotels neuen „BergeBlick“ auf der Wackersberger Höhe geht‘s vorwärts. Nun stellten im Ausschuss Andrea und Johannes Tien ihr Hotel vor.

Bad Tölz - Am Dienstag wurde der Kran aufgestellt, die Baumaschinen arbeiten auf vollen Touren. Der Bau des Hotels „BergeBlick“ auf der Wackersberger Höhe schreitet mit großen Schritten voran. Bis Ostern sollen die Erd- und Tiefarbeiten erledigt sein, schilderte Investor Johannes Tien im Tölzer Kur- und Tourismus-Ausschuss, dann werden die Untergeschosse und die Tiefgarage errichtet. Zielmarke ist nach wie vor: Eröffnung im Frühjahr 2023. Er habe, grinste Tien, eigentlich geglaubt, dass dieser Termin ganz sportlich sei – bis die Eröffnung des Tesla-Werks gekommen sei.

Ehrgeizig bleibt das Ziel allemal, sagt Tien ernst werdend. Die Zeiten fürs Bauen seien nicht einfach. „Deshalb muss man umso intensiver arbeiten und kämpfen.“ Etwa gegen eine kürzlich erhobene Nachbarklage (wir berichteten) oder widrige Umstände. Beispiel: Sibirische Lärche, wie sie Tien gerne genutzt hätte, geht aus nahe liegenden Gründen nun nicht mehr. Also wird für die nötigen 2000 Kubikmeter Schnittholz Lärche aus dem Allgäu verwendet. Dass die beim Holzgiganten Binder im Zillertal verarbeitet werden, liege daran, dass das Unternehmen solche Mengen auch termingerecht verarbeiten kann, antwortete Tien auf eine Frage von Bärbel Weixner (Grüne), die möglichst viel heimisches Handwerk am Werk sehen wollte.

2000 Kubikmeter Schnittholz

36 Doppelzimmer (rund 200 Euro die Nacht), sechs Junior-Suiten, zwei Dachsuiten und drei Lodges (350 bis 400 Euro) sollen in dem Hotel entstehen, das neben seiner außergewöhnlichen holz-dominierten Architektur in jedem Detail vor allem, die Sinne ansprechen soll. „Senses House“ sagen dazu ihre Erfinder Andrea und Johannes Tien, mit absolutem Alleinstellungscharakter.

Die Erdarbeiten für das Hotel „BergeBlick“ haben begonnen: Seit Dienstag steht der Baukran.
Die Erdarbeiten für das Hotel „BergeBlick“ haben begonnen: Seit Dienstag steht der Baukran. © cs

Das Zielpublikum, beschreibt Tien, sind hart arbeitende und gut verdienende Menschen, „die runterkommen und ihre Akkus aufladen wollen“. Saunalandschaften, Meditationsräume („bayerischer Zen“), Wasserspiele, Dachbar mit Blick auf Brauneck und Benediktenwand und Bio-Pool ergänzen das luxuriös gestaltete Zimmerangebot. In den Junior-Suiten sind – jeweils in einem aufgestellten Kubus – individueller Sport, Saunen oder Infrarotbehandlung möglich. „Wir probieren das mal aus und ändern es, falls nötig.“ Die Mischung stimmt offenbar. Er habe schon Anfragen von Profisportlern und Personaltrainern, die Kurse und Seminare in seinem Haus durchführen wollen.

Andrea und Johannes Tien stellen im Ausschuss ihr Hotel vor

Zum Naturkonzept des Hotels gehört auch die Hackschnitzelheizung, die irgendwann mit eigenem Holz gefüttert werden soll. Zu 65 Prozent hoffen die Tiens ihr Hotel mit PV-Anlage auf dem Dach und im Garten möglichst stromautark führen zu können.

Blick aus der Sundowner Lounge auf die Berge des Isarwinkels, wie ihn sich die Planer (Beham Architekten) vorstellen. 
Blick aus der Sundowner Lounge auf die Berge des Isarwinkels, wie ihn sich die Planer (Beham Architekten) vorstellen.  © Beham Architekten

„Toll, was Sie da auf die Beine stellen“, sagte Gabriele Frei (CSU), die dem Projekt lange skeptisch gegenübergestanden war. Zum Beispiel wegen des Garni-Charakters des Hotels. „Wie schaut das jetzt mit der Gastronomie aus?“, wollte Frei erneut wissen.

20 neue Vollzeitarbeitsstellen werden durch neues Hotel

Es bleibe dabei. Man wolle mit Partnern aus dem Caterer-Bereich oder der heimischen Gastronomie zusammenarbeiten. Essen werde möglich sein. Ein öffentliches Café, wie es Ulrike Bomhard (FWG) ansprach, werde es aber nicht geben. Vielleicht werde sich da im benachbarten Forsthaus mal was ergeben, ergänzte der künftige Hotelchef und ging damit auf Matthias Winters (CSU) Gedankenspielerei ein. Man habe das „Forsthaus“ erworben und teste gerade eine hochpreisige Zimmervermietung. Beim „BergeBlick“ starte man aber erst einmal als Hotel. „Das Hauptgeschäft sind die Übernachtungen.“

„Bleibt es bei den drei Lodges?“ hakte Bärbel Weixner nach. Erst einmal schon, erwiderte Tien, „ich will ja nicht gleich wieder eine Baustelle.“ Die Lodges seien eine Art „Tiny-houses mit viel Garten, Glas und Außenwirkung“. 20 Vollzeit-Arbeitsstellen werden in dem neuen Hotel geschaffen, war die Antwort auf Michael Ernsts (SPD) Frage nach dem geplanten Personalstamm. „Wir haben bereits enorm viele Bewerbungen.“ (Christoph Schnitzer)

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