Bisher 34 Gipfelkreuze geschafft: Wölfe-Ultraläuferin Marie Caron aus Frankreich.  Foto: privat
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Bisher 34 Gipfelkreuze geschafft: Wölfe-Ultraläuferin Marie Caron aus Frankreich. Foto: privat

Marie Caron sammelt Spenden für verunglückten französischen Buben

100 Gipfelkreuze für Raphael

Marie Caron, Ultra-Läuferin beim TSV Wolfratshausen, setzt sich für gesundheitlich und sozial benachteiligte Menschen ein. Derzeit sammelt sie Spenden für Raphael, der nach einem tragischen Sturz im Hallenbad einen Schädelbruch erlitten hat.

  • Raphael stürzt im Hallenbad und erleidet Schädelbruch
  • Für bessere Therapie werden Spenden gesammelt
  • Caron kämpft für benachteiligte Mitmenschen

Wolfratshausen – Mit Marie Caron besitzt der TSV Wolfratshausen zwar nicht die schnellste Läuferin in seinen Reihen, aber „bestimmt die ausdauerndste mit großem Kämpferherz“, findet Vorsitzender Alfred Barth. Vor allem eines macht der alleinerziehenden Mutter zweier fast erwachsener Kinder kaum einer nach: Die 47-jährige Französin ist nicht nur eine herausragende Ultratrail-Läuferin, sondern sie kümmert sich enorm um sozial- und gesundheitlich benachteiligte Mitmenschen. Für dieses Engagement, ihren Extremsport mit außergewöhnlichen Wettkämpfen und intensives Training muss sie sich „sehr viel Zeit freischaufeln“.

Caron in Wolfratshausen als „Sportlerin des Jahres“ vorgeschlagen

So hat Caron, die heuer als Sportlerin des Jahres der Stadt Wolfratshausen vorgeschlagen ist, von dem tragischen Hallenbadsturz des französischen Buben Raphael im vorigen Jahr erfahren, der dabei einen Schädelbruch erlitten hat. „Leider sind dessen Eltern nicht in der Lage, die Therapien zu bezahlen. So sind die Fortschritte des Buben bisher mäßig“, bedauert die Wölfe-Athletin. Deshalb gibt es eine Assoziation in Frankreich, um Spendengelder zu sammeln, die sie unterstützen will. So startet sie mit ihren Landsleuten bei den besonders fordernden Ultratrails im „Team Sport Des Ailespour Rafael“, um Spender zu animieren (Spenden per QR-Code).

Ultra Trail Fort Saganne im Mauretanien abgesagt

Sie will zusätzlich etwas für den Buben tun. Deshalb hatte sie heuer die Teilnahme am Ultra Trail Fort Saganne in Mauretanien geplant und viel trainiert. Der Marathon wurde jedoch wegen der Corona-Pandemie zweimal verschoben und fiel letztlich ins Wasser. Um trotzdem zu den Therapiekosten beitragen zu können, hat sich die Wölfe-Läuferin nun ein neues Ziel gesetzt: Sie will bis 31. Dezember zu 100 Gipfelkreuzen laufen und dies mittels Bilddokumentation belegen.

Mit diesem QR-Code kann für Raphael gespendet werden

Allerdings konnten sie wegen des Lockdowns bisher nicht so viele Gipfel nachweisen wie geplant. Zwar hat sie vergangenen Freitag 34 Gipfelkreuze erreicht sowie 269 Kilometer mit 15 996 Höhenmetern hinter sich gebracht. Um ihr Ziel noch zu schaffen, müsste sie nun allerdings fast alle zwei Tage ein Gipfelkreuz oder mehrere Ziele auf einer Tour nachweisen. Ob sie das schafft, ist die Frage.

Schmerzen in den Waden bremsen die Wölfe-Läuferin

Vor allem, da die voll berufstätige Wölfe-Ultraläuferin in diesem Jahr mit einigen gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte. Zusätzlich zu Schmerzen in den Waden zwangen sie zwei Operationen Mitte des Jahres zu zwei Monaten Pause. Dennoch will Caron nicht klein beigeben und weiter versuchen, ihr Ziel zu verwirklichen, um „möglichst viel Spendengeld zu sammeln“. gbm

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