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Freude und Erleichterung: Die Tölzer Gymnasiasten versammelten sich nach der Notenübergabe im Schulhof.

Bekanntgabe der Abinoten

12 Jahre für einen weißen Zettel

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    Christiane Mühlbauer
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Großer Tag für die Abiturienten im Landkreis: Sie erfuhren am Freitag, ob sie bestanden haben. An den Gymnasien in Bad Tölz und Lenggries gab es für 60 junge Leute sogar besonders gute Nachrichten: Sie haben im Abizeugnis eine Eins vor dem Komma. 

Bad Tölz – Arne Schmitz schaut auf den kleinen weißen Zettel in seiner Hand und sagt: „Darauf haben wir zwölf Jahre lang hingearbeitet.“

Er steht zwischen vielen Mitschülern auf dem Schulhof des Tölzer Gymnasiums, alle haben sie an diesem Freitagnachmittag die kleinen weißen Zettel in der Hand. 154 junge Erwachsene durften zur Bekanntgabe der Abiturnoten antreten – 40 von ihnen haben eine Eins vor dem Komma, zwei die Traumnote 1,0. So wie Stefan Dorfmeister: „Es war harte Arbeit und definitiv eine Überraschung“, sagt er. Bevor der 18-jährige Tölzer weiterreden kann, zerren ihn auch schon zwei Mädchen weg: „Heute wird gefeiert“, rufen sie. Nichts wie weg hier, schließlich steigt am Abend die Q12-Party.

Andere können (noch) nicht so richtig feiern. 13 Gymnasiasten müssen in die Nachprüfung. Auf Anhieb durchgefallen ist aber niemand. Hier auf dem Schulhof ist die Stimmung gelöst, die Erleichterung ist mit Händen zu greifen. Noch nicht lange. Eine Stunde vorher sei es noch „sehr emotional“, ja „chaotisch“ gewesen, sagt Verena Stahl. „Ich war schon sehr nervös“, ergänzt Andrea Karsten, die neben ihr steht. In alphabetischer Reihenfolge wurden die Schüler in der Aula nach vorne gebeten. Stahl: „Ich musste schon ziemlich lange warten.“ Mit ihren weißen Zetteln sind beide zufrieden. „Besser als gedacht“, sagt Verena Stahl. Die 18-Jährige holt sich erst einmal daheim bei der Familie die Glückwünsche ab, bevor es auf die Piste geht.

Sebastian Obermüller zieht es sofort an die Isar. Der Warngauer mit der 1,6 im Gepäck wirkt so, als habe ihn das Noten-Prozedere davor nicht wirklich beeindruckt. „Ich bin nicht der Typ, der nervös ist“, sagt er.

Eine hohe Einserquote gibt es auch am Mädchen-Gymnasium in Hohenburg: 20 von 48 Schülerinnen schafften die Eins vor dem Komma, 17 erreichten einen Zweierschnitt. Zehn Mädchen gehen in die Nachprüfung – teilweise um zu bestehen, teilweise um sich zu verbessern. Ideal gelaufen ist es für Paula Gerbig, Sophie Knoll, Sophia Pustet und Elisabeth Schmid. Sie freuen sich über die Traumnote 1,0. Auch nicht viel schlechter: Maria Bergmann und Ines Liehr schafften eine 1,1.

Spannung herrschte auch in Hohenburg: Die Schülerinnen hatten im Jagdsaal des Schlosses warten müssen, ehe sie einzeln zu Schulleiter Christoph Beck gerufen wurden. Als Englisch-Lehrer fand er die Abiturprüfung heuer machbar: „Das waren faire Themen.“ Für die Tölzer und Hohenburger Gymnasiasten sind nach Pfingsten die Nachprüfungen angesetzt.

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