Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Setzen auf hohe Qualität der Informationen und darauf, als Lokalradio „näher dran“ zu sein: die Mitarbeiter von Radio Alpenwelle in ihren Räumen an der Tölzer Demmeljochstraße.

Jubiläum

25 Jahre Alpenwelle: Küchenradio, Almsender – und heute Profis

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Radio Alpenwelle feiert 25. Geburtstag. Der Lokalsender hat mehrere Ortswechsel hinter sich. Aktuell sind die 30 Mitarbeiter am neuen Sitz an der Tölzer Demmeljochstraße im Einsatz.

Bad Tölz – Es ist ein Moment, den Gerald Nowitzky „nie vergessen“ wird, wie er sagt. Als am 3. Dezember 1992 um 6 Uhr von einem improvisierten Studio in einer Holzkirchner Küche aus Radio Alpenwelle auf Sendung ging, da hatte er eine hektische Nacht hinter sich. „Ich habe bis in der Frühe an der Technik gebastelt“, berichtet der heute 50-Jährige. „Bis zu dem Moment, als wir tatsächlich on air waren, konnten wir es selbst nicht glauben.“ Was improvisiert und im kleinen Rahmen begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. An diesem Sonntag feiert der Radiosender seinen 25. Geburtstag.

1992 waren Gerald Nowitzky und Hubertus Klingsbögel die Gründungsväter von Radio Alpenwelle. Mittlerweile gehören beide zu den Gesellschaftern des Senders. Außerdem sind dies Ingo Bauer sowie – zu knapp unter 50 Prozent – der Zeitungsverlag Oberbayern. Nowitzky und Bauer sind zudem Geschäftsführer. Die „Alpenwelle“ ist längst zu einem professionell arbeitenden Radiosender geworden und beschäftigt aktuell 30 Mitarbeiter.

Dazu passen die neuen Räumlichkeiten an der Tölzer Demmeljochstraße, die das Team im September vergangenen Jahres bezogen hat. „Dort haben wir mehr Platz, haben unsere Studios komplett neu gebaut“, sagt Nowitzky. Hier sei man in jeder Hinsicht besser ausgestattet, auch personell, „so dass wir mehr Möglichkeiten haben, an verschiedenen Orten im Sendegebiet präsent zu sein“. Gleichzeitig habe der Sender in die Qualität des Programms investiert – unter anderem mit internen und externen Trainings der Mitarbeiter, zum Beispiel in der Sprecherziehung.

„Wir müssen uns gegenüber den immer weiter vordringenden überregionalen Sendern gut aufstellen“, sagt der Geschäftsführer. Bayern 1 etwa sei nach der jüngsten Rundumerneuerung „gar nicht mehr altbacken“, sondern frischer und für ein breites Publikum „durchhörbarer“ – und somit für die „Alpenwelle“ verstärkt eine Konkurrenz. Dagegenhalten könne der lokale Sender nur, indem er auf hohe Qualität der Informationen setze und darauf, „näher dran“ zu sein. Der Privatsender müsse schließlich bestehen, ohne auf Rundfunkgebühren zurückzugreifen. Radio Alpenwelle finanziert sich rein durch Werbeeinnahmen.

Ein Bild aus den Anfangstagen: Das Foto zeigt das improvisierte Studio in den Räumen in Holzkirchen am 3. Dezember 1992. Noch unter dem Namen „Studio 1 FM“ ging das Team um 6 Uhr früh zum ersten Mal auf Sendung.

Was den Anteil des selbst produzierten Inhalts angeht, sei die „Alpenwelle“ unter den „vergleichbaren Lokalradios weit vorne“, erklärt der Geschäftsführer – von den ersten Lokalnachrichten um 5.30 Uhr bis zu den letzten um 18.30 Uhr. Über Nacht läuft zwar ein automatisiertes Programm ohne Moderation, doch auch das werde im Haus vorproduziert. Zugekauft werden nur die „Weltnachrichten“.

Kerngebiet des Senders sind die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. „Zu hören sind wir auch in Penzberg, ein bisschen in Weilheim und Richtung München bis an die Stadtgrenze“, sagt Nowitzky. Bad Tölz sei als Standort im Herzen des Sendegebiets ideal. Vor 15 Jahren war Radio Alpenwelle in die Stadt gezogen und war bis 2016 im ehemaligen Hausmeisterhaus des Landratsamts ansässig, im Volksmund „Starenkobel“ genannt.

So zentral war die „Alpenwelle“ nicht immer platziert. Nach den Anfängen in Holzkirchen zog das damals kleine Team schon nach wenigen Monaten auf die Schliersbergalm – eine Idee der dortigen Wirte Hans und Ingo Bauer. So konnte man mit einem Superlativ werben: „Deutschlands höchste Radiostation“ auf 1061 Metern Höhe. Das war rekordverdächtig – aber nicht immer sehr praktisch. „Es war schön, mit der Seilbahn zur Arbeit zu pendeln“, erinnert sich Nowitzky. „Aber auch manchmal ein Abenteuer, um 5 Uhr morgens da rauf zu müssen.“ Doch auch nach der Rückkehr ins Tal: Bergauf geht es für die „Alpenwelle“ nach einem Vierteljahrhundert immer noch.

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