1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Bad Tölz

35-Tonnen-Findling mit Punktlandung am Taubenloch

Erstellt:

Von: Patrick Staar

Kommentare

Kurz vor dem Absetzen: Ein Autokran hievt den Findling an seinen neuen Platz.
Kurz vor dem Absetzen: Ein Autokran hievt den Findling an seinen neuen Platz. ©  Fotos: Hias Krinner

Vor gut vier Monaten wurde bei Bauarbeiten an der Königsdorfer Straße ein Findling entdeckt. Am Freitag hat der 35-Tonnen-Koloss seinen neuen Bestimmungsort am Eingang des Taubenloch-Parks erreicht

Bad Tölz – Ins Taubenloch passt der Stein nach Ansicht von Stadtplaner Franz Damm bestens hin: „Er macht einen guten Eindruck und wird sicher von Kindern beklettert werden.“ Ursprünglich sollte am Stadtpark ein Stein aus dem Bayerischen Wald aufgestellt werden. Stadtbaumeister Florian Ernst hatte schon einen passenden ausgesucht. Doch dann fanden Bauarbeiter den Monolith in etwa drei Metern Tiefe. „Und da haben wir entschieden, dass wir lieber einen einheimischen Stein verwenden.“ Zum einen ist solch ein Findling eine Rarität, zum anderen spart die Stadt einen Batzen Geld: „Ich kenne nicht die ganz genauen Preise, aber im fünfstelligen Bereich spielt sich das schon ab“, sagt Ernst.

Rangierarbeit: Der Tieflader auf dem Weg zum Taubenloch.
Rangierarbeit: Der Tieflader auf dem Weg zum Taubenloch. © Krinner

Lkw-Fahrer Sebastian Willibald bescherte der Stein ganz neue Erfahrung: „Wir bewegen und transportieren wirklich alles. Aber an einen Stein-Transport kann ich mich nicht erinnern.“ Es sei schwierig, solch einen Gesteinsblock ordnungsgemäß zu sichern, „denn man weiß nie ganz genau, wie er liegt“.

So wurde der Stein gefunden

Aber auch die Logistik erwies sich als schwieriger als gedacht. Ursprünglich sollte der Stein über die Isarbrücke gefahren werden, doch nach Rücksprache mit dem Landratsamt beschloss die Kranfirma Hölzl, doch lieber einen Umweg über die Umgehungsstraße zu fahren. Da sich der Schwertransport nur mit Schrittgeschwindigkeit fortbewegen konnte, dauerte die ganze Aktion fünf Stunden – deutlich länger als gedacht. „Wir müssen jetzt schauen, wie der Stein genutzt wird“, sagt Ernst. „Reine Deko ist er sicher nicht.“

Der Taubenloch-Park nimmt unterdessen immer mehr Gestalt an. „Wir arbeiten uns von hinten nach vorne durch“, erläutert Ernst. Die Treppen zum Spielplatz seien schon angelegt. Momentan seien die Schlussarbeiten am Spielplatz am Laufen, ebenso werden gerade die Stauden um den Zaun herum gepflanzt. Neu gestaltet wird die Wegführung durch den Park, auch die Leuchten müssen noch aufgestellt werden. Die Parkbänke sollen laut Ernst erst im nächsten Jahr aufgestellt werden.  

Lesen Sie auch: Tölzer Sternekoch Erich Schwingshackl zählt wieder zu den Besten

Sie lebten bei Bad Tölz im Wald: Zahl der gefundenen Mini-Malteser steigt auf 21 - „völlig verwahrlost“

Auch interessant

Kommentare