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3G-Regel im Zug? BRB empört - „Das ist personell nicht leistbar““

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Von: Andreas Steppan

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An den Bahnhöfen im Oberland die 3G-Regel zu kontrollieren, hält die BRB für nicht umsetzbar.
An den Bahnhöfen im Oberland die 3G-Regel zu kontrollieren, hält die BRB für nicht umsetzbar. © Thomas Plettenberg

Die Bayerische Regiobahn (BRB) sieht die geplante Vorschrift, dass künftig nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete Zug fahren dürfen, kritisch.

Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach – Nur noch geimpft, genesen oder getestet in Bus und Bahn: Die Parteien der möglichen Ampel-Koalition planen eine 3G-Regel im Öffentlichen Personennahverkehr. Das soll im neuen Infektionsschutzgesetz stehen, über das der Bundestag am Donnerstag entscheidet. Bei der Bayerischen Regiobahn (BRB) zeigt man sich davon wenig begeistert. „Für uns wäre die Umsetzung äußerst schwierig“, sagt Unternehmenssprecherin Annette Luckner auf Anfrage.

BRB-Sprecherin: „Dann bräuchten wir an jeder Zugtür jemanden, der das kontrolliert“

Um wirksam zu gewährleisten, dass nur Geimpfte, Genesene und Getestete in die Züge einsteigen, „bräuchten wir an jeder Tür eine Person, die das kontrolliert“, sagt Luckner. „Das ist personell nicht leistbar.“ Auch eine Zugangskontrolle schon vor dem Bahnsteig sei an den offenen Bahnhöfen im Oberland „unmöglich“.

Den aus der Politik geäußerten Vorschlag, die Überprüfung des 3G-Status der Fahrgäste solle stichprobenhaft im Rahmen der Fahrscheinkontrolle erfolgen, sieht die BRB-Sprecherin ebenfalls kritisch. „Wenn ein Nicht-Geimpfter einmal in den Zug eingestiegen ist, ist es dafür eigentlich schon zu spät“, meint Annette Luckner.

Überprüfung der 3G-Regel in der BRG „wäre unseren Zugbegleitern nicht zuzumuten“

Ihn im Falle, dass er keinen entsprechenden Nachweis mit sich führe, des Zuges zu verweisen, sei nicht so einfach. Unter Nicht-Geimpften gebe es sicher auch einige, die sich in so einer Situation unkooperativ verhalten würden. „Das ist unseren Zugbegleitern nicht zuzumuten.“ Außerdem sei die Zeit zwischen den einzelnen Haltestellen der BRB zu kurz für die Überprüfung der 3G-Nachweise. „Wenn, dann bräuchten wir dazu die Unterstützung der Bundespolizei“, meint Luckner. „Und ich glaube nicht, dass die dafür Kapazitäten hat.“

Den Infektionsschutz in der BRB sieht Luckner auch ohne 3G-Regelung gewährleistet. Dafür sorge unter anderem ein kompletter Luftaustausch in den Zügen durch die Lüftungsanlage alle sechs Minuten. „Außerdem haben wir immer noch nicht die Fahrgastzahlen wie vor der Pandemie, sodass man außerhalb der Stoßzeiten immer viel Abstand halten kann. Man steht nicht dicht an dicht.“ Die FFP2-Masken würden für zusätzliche Sicherheit sorgen.

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