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Auffi aufn Kirchstoa: Es war, erzählt Vorsitzender Thomas Niggl, eine echte Aktion, mit dem ganzen Trachtengewand zum Foto-Shooting auf den Namensgeber des V ereins, den Kirchstein am Brauneck, zu kommen. Die Mühe hat sich aber mehr als gelohnt. Im Bild v.li.: Fanny Gerg, Rosmarie Gorn und Steffi Gerg.

Kirchstoaner richten im Juli das Gaufest aus

5000 Trachtler ziehen durch Tölz

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Ein Festzug, der sich vom Moraltpark bis zur Marktstraße und zurück zieht: Ende Juli werden zum Oberlandler Gaufest 5000 Menschen erwartet.

+++ Oberlandler Gaufest 2018 in Bad Tölz: Hier gibt‘s alle Infos mit Programm und Karte +++

Bad Tölz-Wolfratshausen Es sticht ins Auge: Auf dem in Schwarzweiß gehaltenen Foto sind einzig die Dirndl in Rot zu sehen. Die Trachtler deuten in Richtung der großen Schrift: „Auf geht’s zum Oberlandler Gaufest“.

Seit zwei Jahren wissen die Tölzer Trachtler von den „Kirchstoanern“, dass sie das Gaufest austragen werden. Seit eineinhalb Jahren laufen dafür die Vorbereitungen, wie Vorsitzender Thomas Niggl sagt. „Es gab viele Besprechungen, wir mussten viele Kilometer fahren, um alles zum Laufen zu bringen.“ Das Fest ist der Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Trachtenvereins, der heuer 115 Jahre alt wird (siehe Kasten).

Das Programm steht bereits. Los geht es am Donnerstag, 26. Juli, mit einem Konzert von „The Heimatdamisch“ ab 20 Uhr. „Damit haben wir einen guten Fang gemacht“, sagt Niggl. Der Vorverkauf läuft bereits gut. Am Freitag folgt ein Standkonzert der Tölzer Stadtkapelle und des Spielmannszugs am Winzerer mit anschließendem Zug zum Kriegerdenkmal und Totengedenken. Abends ist der Gauheimatabend mit den Bernad Dirndln, dem Goaßerer Zitherklang, der Stadtkapelle Bad Tölz und den Isarwinkler Goaßlschnalzern. Danach spielen „de Weiß’ngroana“ zum Tanz auf. Am Samstag ist eine gemeinsame, gauübergreifende Plattlerprobe geplant, abends spielt bei freiem Eintritt die Schützenkapelle Reichersbeuern.

Am Sonntag dann steht der eigentliche Gau-Heimattag an. 50 Vereine aus dem Oberland werden erwartet, insgesamt etwa 5000 Personen. Um 8 Uhr kommen die Busse an, es folgt eine Trachtenschau. „Dabei wird geprüft, ob die Teilnehmer ordentlich angezogen sind“, erklärt der frühere Vorsitzende Werner Gorn. „Also beispielsweise, ob das richtige Halsband getragen wird, die Schuhe passen und auch die Frisur. Es muss einfach alles sauber beinand sein.“ Nur der Oberlandler Gauverband würde diese Tradition noch durchführen. „Aber ich finde es gut, es kommt schließlich auch auf die Details an.“

Gibt es etwas zu bemängeln, muss aber keiner befürchten, nicht am Umzug teilnehmen zu dürfen. Um 10 Uhr folgt die große Messe auf dem Sportplatz des SC Rot-Weiß in der Kohlstatt mit anschließendem Mittagessen und den Ehrentänzen.

Der Höhepunkt folgt um 13.30 Uhr: Dann marschieren alle 5000 Teilnehmer vom Moraltpark aus über die Lenggrieser Straße und den Kapellengasteig zur Marktstraße bis zum Winzerer. Dort ist der Umkehrpunkt, und es geht auf dem selben Weg zurück. „Es müsste sich genau so ausgehen, dass dann alle Leute auf der Straße sind“, sagt Niggl. Per Routenplaner hat er ausgerechnet, dass die Strecke etwa drei Kilometer lang ist. „Wenn die Letzten wegmarschieren, müssten die Ersten gerade wieder ankommen.“

Gorn und Niggl sind dankbar fürs Verständnis der Anwohner. Am Vormittag beim Kirchenzug ist bereits für eine Stunde ein Teil der Lenggrieser Straße einseitig gesperrt. Ab 12.30 Uhr ist die komplette Straße abgesperrt für den Festzug. An diesem Tag klingt das Fest aus mit der Verkündung der Platzierungen von der Trachtenschau.

„Für einen kleinen Verein wir unseren ist das schon eine große Aufgabe“, sagt Niggl. Etwa 130 Mitglieder haben die „Kirchstoaner“. 50 davon werden benötigt, um das große Festzelt im Moraltpark aufzustellen. Unterstützung kommt vom Bauhof. 115 mal 25 Meter misst es und hat die Kapazität, 5000 Personen aufzunehmen. Voll wird es aber nur am Sonntag sein. An den anderen Tagen wird es abgeteilt.

Trotz des Aufwands habe das Gaufest auch eine positive Auswirkung: Es lässt den Verein weiter zusammenwachsen. „Unsere Jugend probt schon lange, die ist sehr aktiv“, sagt Gorn. Niggl bestätigt: „Alle sind voller Elan.“

Kartenvorverkauf

Für das Konzert von „The Heimatdamisch“ am Donnerstag, 26. Juli, ab 20 Uhr im Festzelt am Moraltpark können an folgenden Vorverkaufsstellen Tickets erworben werden: Sparkassen im Südlandkreis, Tourist-Info Tölz, Zeitschriften Knabner, Blumengalerie, Lederhosen Bammer (alle Lenggries), Schreibwaren Mitten’drin (Königsdorf). Im Vorverkauf kostet eine Karte 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro.

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