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Der Abfuhrkalender wird nicht abgeschafft

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Aussage, dass es den Abfuhrkalender in seiner jetzigen Form künftig nicht mehr geben wird, sorgte für Aufregung. Die sei aber unbegründet, sagt WGV-Chef Reiner Späth.

Die Volksseele kocht: Reiner Späth, Chef des landkreiseigenen Abfallwirtschaftsunternehmens, berichtete jüngst in der Kreistagssitzung, dass es den Tonnen-Abfuhrkalender in der jetzigen Form bald nicht mehr geben wird. Dabei war der auf dünnem Karton aufgedruckte Kalender ziemlich praktisch, um ihn an die Pinnwand oder den Kühlschrank zu hängen.

Wie man sich künftig informieren kann, wann die eigenen Mülltonnen geleert werden und warum sich die WGV zu diesem Schritt entschlossen hat, erklärt Späth im Gespräch mit unserer Zeitung.

Herr Späth, warum gibt es ab 2017 keine auf Karton aufgedruckten Abfuhrkalender mehr?

Reiner Späth: Die gedruckten Abfuhrkalender waren sehr teuer und sehr unflexibel im Hinblick auf geplante Änderungen der Abfuhrtermine oder Korrekturen eventueller Fehler. Unsere Gesellschaft entwickelt sich weiter, und die Bereitstellung von Informationen in elektronischer Form ist die Zukunft und in vielen Bereichen auch schon die Gegenwart. Auch das Abfallwirtschaftsunternehmen wird verstärkt elektronische Kommunikationsmittel nutzen, nutzen müssen. Nach einer Studie von ARD und ZDF haben 84 Prozent der Deutschen mittlerweile einen Internetanschluss. Zwei Drittel davon nutzen dieses Medium täglich. Wer eine gedruckte Variante des Kalenders bevorzugt, kann diese jederzeit aus der App oder aus dem Internetauftritt der WGV ausdrucken.

Die neue App fürs Handy ist sicher sehr praktisch. Was aber sollen die Menschen machen, die kein Smartphone und keinen Computer zu Hause haben?

Späth: Wir werden die Gemeinden im Landkreis bitten, für die Nutzer, die keinen Internetanschluss oder kein Smartphone haben, ausgedruckte Kalender auszulegen. Das wird aber dann ein normales A4-Blatt sein. Noch einfacher ist es in meinen Augen aber, Bekannte, Kinder oder Enkel darum zu bitten, den Kalender auszudrucken. Dann spart man sich den Gang auf die Gemeinde oder zu uns. Die Benutzung des Internets ist außerdem kein Hexenwerk. Viele Senioren sind mittlerweile online. Auch der Kauf einer Zugfahrkarte oder die Verwaltung des eigenen Bankkontos ist ohne die Bedienung elektronischer Kommunikationsgeräte nur noch selten oder nur mit Zusatzkosten möglich.

Gab es bei Ihnen schon viele Beschwerden über die Abschaffung des Kalenders?

Späth: Bei uns sind nur vereinzelt Anfragen angekommen. Wobei ich generell nicht von einer Abschaffung des Kalenders sprechen möchte. Die Kalender gibt es nach wie vor, nur eben in anderer Form.

Wie wird das eigentlich bisher gehandhabt? Verschickt bislang jede Gemeinde den Abfuhrkalender?

Späth: Das ist je nach Gemeinde unterschiedlich. Manche Gemeinden verschicken die Kalender, bei anderen muss man ihn abholen. Die Möglichkeit, den Kalender über den Internetauftritt der WGV abzurufen, gibt es auch schon seit vielen Jahren. Daran wird sich nichts ändern.

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