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Die Tölzer Asklepios-Klinik beheimatet seit Mitte September eine Abteilung für Geriatrie – allerdings nicht in den früheren Räumen der Geburtshilfe.

Asklepios-Stadtklinik

Abteilung für Altersmedizin startet

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Die Geburtsstation ist Vergangenheit – einen neuen Start gibt es dagegen für die Altersmedizin: Das ist die aktuelle Situation an der Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz. Ein halbes Jahr nach Schließung des Kreißsaals hat dort Mitte September die Abteilung für Geriatrie eröffnet.

Bad Tölz/Lenggries – Entgegen anders lautender Mutmaßungen, die nach wie vor zu hören sind, betont Klinik-Sprecher Christopher Horn einmal mehr: Beides sei völlig unabhängig voneinander zu betrachten.

Insbesondere weist Horn Behauptungen zurück, die Räumlichkeiten der ehemaligen Geburtshilfe würden nun für die Versorgung der alten Patienten genutzt. Vielmehr würden die Patientenzimmer der ehemaligen Geburtshilfe derzeit für die „Special Care Station“ genutzt. „Wir versorgen dort unsere Patienten, bei denen die voraussichtliche Verweildauer im Krankenhaus weniger als drei Tage beträgt“, erklärt Horn. „Gleichzeitig können auf dieser Station die Patienten für ambulante Operationen versorgt werden. Alle unsere Patienten, die zu einer geplanten Operation einbestellt worden sind, werden dort in ruhiger Atmosphäre optimal auf ihren Eingriff vorbereitet.“ Zudem stünden die Räumlichkeiten für die Versorgung der gynäkologischen Patientinnen zur Verfügung, die zu geplanten Eingriffen in die Klinik kommen. Der Standort der neuen Abteilung für Geriatrie befinde sich hingegen an anderer Stelle im Gebäudekomplex, nämlich auf der Station 7.

Chefärztin der neuen Geriatrie-Abteilung ist Dr. Friederike Gelpke. Außerdem, so Horn, seien dort weitere qualifizierte Ärzte, Pflegefachkräfte, Sozialpädagogen, Psychologen, Logopäden sowie Ergo- und Physiotherapeuten im Einsatz.

Oberstes Ziel der Abteilung sei es, „die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten und wiederherzustellen“. Auch Maßnahmen der Frührehabilitation gehören hier zum Leistungsspektrum. Klassische geriatrische Behandlungsschwerpunkte seien die Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen, von Gangstörungen, die etwa zu wiederholten Stürzen geführt haben, von degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen und Osteoporose sowie die Mobilisation von Patienten nach schweren Erkrankungen.

Geriatrische Reha hatte der Asklepios-Konzern in der Vergangenheit bekanntlich in seiner Fachklinik in Lenggries angeboten – bis das Haus im April geschlossen wurde. Was aus dem nun leer stehenden Gebäude am Bergweg wird, ist noch immer offen. Gekauft hat es – wie berichtet – die „Bergweg 21 Immo GmbH & Co. KG“.

Geschäftsführer und Anteilseigner Christoph Hertwig erklärt auf Anfrage, dass das Ziel eine Weiternutzung als Reha- und/oder Pflegeeinrichtung sei. „Darauf liegt der Fokus, denn es wäre am unkompliziertesten.“ Dazu werde man nun das Gespräch mit möglichen Betreibern suchen.

Der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl bestätigt, dass Hertwig ihm Konzepte für eine mögliche Nutzung vorgelegt habe – auch aus dem medizinischen Bereich. „Da war einiges dabei, womit wir als Gemeinde uns anfreunden könnten, mit anderem weniger“, sagt Weindl. Allgemein benötige er aber noch konkretere Angaben, um sie dem Gemeinderat vorlegen zu können.

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