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Der Tölzer Moraltverteiler ist ein Unfallschwerpunkt. Hier wird die Ampelanlage erneuert.

Das hat einen wichtigen Grund

Alle wichtigen Ampeln in Tölz werden ausgewechselt - was sich jetzt ändert

Der Ausfall der Ampeln auf der Flinthöhe im November hat für massiven Ärger gesorgt, aber auch für ein Umdenken. Das Bauamt lässt alle wichtigen Ampeln in Tölz auswechseln. Was sich jetzt ändert:

Bad Tölz – Im Dezember wurden die provisorischen Signalanlagen auf der Flinthöhe mit einer neuen Programmierung einer externen Firma versehen. Und siehe da: Das, was mit der alten Software von Siemens nicht funktionierte, klappte plötzlich. Die Staus ließen drastisch nach, der Verkehr floss. Das wurde auch am Rande der Tölzer Bauausschuss-Sitzung amüsiert kommentiert, in der Bauamtsleiter Christian Fürstberger die jüngsten Pläne des Staatlichen Bauamts Weilheim vorstellte. Die Straßenbaubehörde will alle wichtigen Signalanlagen in Tölz in ihrer Verantwortung austauschen.

„Das sind alles gut drei Jahrzehnte alte Ampeln“, erklärt der Sachgebietsleiter Bau und Planung im Bauamt Weilheim, Stefan Vogt, auf Nachfrage. „Wir wollen vorbeugen, dass es nicht noch einmal zu einem Verkehrskollaps wie auf der Flinthöhe kommt.“

Es handelt sich um ein Gesamtpaket an neuen Ampeln, das derzeit ausgeschrieben wird. Neben der Flinthöhe auch der Moraltverteiler, die Osterleite und die Anbindung Tölz-Mitte auf der Umgehungsstraße. In dem Paket ist zudem die Benediktbeurer Hauptkreuzung enthalten. Ausgeschrieben ist nur die Hardware. Auf die Ampeln soll neue Programm-Software aufgespielt werden, wie sie sich gerade auf der Flinthöhe bewährt.

Die Ampeln sollen heuer sukzessive ausgetauscht werden. Auf der Flinthöhe werden dafür neue Masten aufgestellt. Dann wird der Betrieb, so Vogt, „nahtlos umgeschaltet“. Auch wird die Fahrbahndecke teilweise erneuert, um die Spurrillen zu beseitigen und die zuverlässige Funktion der Induktionsschleifen im Boden sicherzustellen.

Am Moraltverteiler und an den anderen Standorten werden jeweils provisorische Ampeln installiert, bevor der Neubau der eigentlichen Signalanlagen erfolgt. So sollen Verkehrsbehinderungen weitgehend ausgeschlossen werden. Die Reihenfolge der Baumaßnahmen, sagt Vogt, müsse mit dem Anlagenbauer und den nötigen Tiefbaufirmen abgesprochen werden.

Im Tölzer Bauausschuss wurden vor allem die Pläne aus Weilheim für den Moraltverteiler diskutiert. So soll auf der Rechtsabbiegespur von der Umgehungsstraße in Richtung Süden künftig auch eine Ampel aufgestellt werden. Das hielt Michael Lindmair (FWG) für fragwürdig. „Wäre nicht eine eigene Grünphase für die von Lenggries kommenden Linksabbieger viel wichtiger? Da passieren doch die Unfälle.“ Man werde das weitergeben, sagte Fürstberger.

Stefan Vogt vom Bauamt Weilheim kann den vermeintlichen Widerspruch erklären. „Es wird künftig eine eigene Grünphase für die Linksabbieger geben.“ Damit diese aber dann aber auch wirklich frei fahren können, müssten die Rechtsabbieger von der B 472 anhalten. „Das bedingt einander.“

Rückt mit einer neuen Ampelanlage am Moraltverteiler der von der Stadt gewünschte Turbokreisel in weite Ferne? „Nein“, sagt Vogt. Die letzten Gespräche mit der Stadt Tölz bezüglich des Kreisels seien ja durchaus einvernehmlich verlaufen.

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