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Veränderungen im Inklusionscafé „Miteinand“

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Von: Elena Royer

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Vor den Sommerferien wurde den Jugendlichen und Ehrenamtlichen des „Café Miteinand“ gedankt. Nach der Sommerpause öffnet es bald wieder seine Pforten.
Vor den Sommerferien wurde den Jugendlichen und Ehrenamtlichen des „Café Miteinand“ gedankt. Nach der Sommerpause öffnet es bald wieder seine Pforten. © privat

Nach der Sommerpause ändert sich einiges im Café „Miteinand“ in Bad Tölz. Unter anderem gibt es einen neuen Träger. Zudem werden neue Räume gesucht.

Bad Tölz – Darf es der Franzose sein? Ein Croissant mit Butter und Marmelade. Oder lieber der Ire? Ein Porridge mit heißen Himbeeren, Honig und Zimt. Oder wie wäre es mit dem Italiener? Ein Teller mit Schinken, Oliven, Tomaten und Mozzarella. Köstlich hört sich die Frühstücks-Auswahl im „Café Miteinand“ an. Nach der Sommerpause kann man dort ab 29. September wieder jeden Donnerstagvormittag im evangelischen Gemeindehaus in Bad Tölz schlemmen. In dem Inklusionscafé, das es seit Ende 2019 gibt, arbeiten Menschen ohne und mit Beeinträchtigung. Für sie ist es eine Chance, sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auszuprobieren.

Kurz vor den Sommerferien dankten Tanja Rudolph und Sabine Richter, die Initiatorinnen des Cafés, den Jugendlichen sowie den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit im Café. Die Schüler der Tölzer Von-Rothmund-Schule sowie der Montessorischule München „Aktion Sonnenschein“ wurden verabschiedet und erhielten ihre Zertifikate und Referenzschreiben.

Neuer Träger will Jugendlichen einen Arbeitsplatz geben

Seit Kurzem ist nicht mehr die Diakonie Träger des Cafés. Stattdessen haben Tanja Rudolph und Sabine Richter im Juli die „SichtBar im Oberland“ gGmbH gegründet. „Wir wollten dem Ganzen ein Gesicht geben und uns damit ein Stück weit unabhängig machen“, erklärt Rudolph. Ziel von „SichtBar“ ist es, einen Inklusionsbetrieb zu gründen, mit festen Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dazu fehlen aber aktuell noch die passenden Räumlichkeiten inklusive Küche. „Wir sind auf der Suche nach einer Örtlichkeit, die montags bis sonntags geöffnet haben kann, um Jugendlichen einen Arbeitsplatz zu geben“, erklärt Rudolph. Ihr schwebt da ein Bauernhof vor. „Das wäre ideal.“ Denn dort könnten mehrere Sachen verbunden werden. So könnten etwa Autisten, die nicht so gerne unter Menschen sind, andere Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel sich um den Anbau von Gemüse oder um Tiere kümmern, merkt Rudolph an. Außerdem kann man über „SichtBar“ auch Catering buchen. „Wir beliefern Geburtstage, Hochzeiten, Firmenfeiern“, zählt Rudolph auf. „Wir haben eine Whatsapp-Gruppe, in der die Schüler angeschrieben werden, ob sie Lust haben, mitzuhelfen. Das meiste waren 120 Leute, die wir bekocht haben.“

Von-Rothmund-Schule zieht sich zurück

Eine weitere Änderung nach den Sommerferien wird sein, dass erst einmal keine Schüler der Von-Rothmund-Schule mehr im „Café Miteinand“ arbeiten. „Das ist sehr schade“, findet Rudolph, betont aber gleichzeitig: „Wir sind jederzeit offen für ein Gespräch.“ Die Von-Rothmund-Schule bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass in diesem Schuljahr keine Schüler im „Café Miteinand“ im Einsatz sind. Gründe dafür wurden nicht genannt. Erst einmal werden also für drei Monate nur Schüler der Münchner Schule „Aktion Sonnenschein“ im Café arbeiten. „Das Praktikum dauert immer drei Monate“, erklärt Rudolph. „Wir sind auch offen anderen Schulen gegenüber“, betont sie. Denn ihr ist es wichtig, dass sich die Schüler auch mal untereinander mischen.  

Weitere Infos: Wer sich für ein Catering interessiert, kann sich unter info@cafemiteinand.de beim Team melden. Tipps für Räumlichkeiten für die „SichtBar im Oberland“ gGmbH, werden unter sichtBarimOberland @icloud.com angenommen.

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