Rund 100 Teilnehmer fanden sich zur jüngsten Kundgebung der sogenannten Querdenker am Tölzer Winzerer-Denkmal ein.
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Rund 100 Teilnehmer fanden sich zur jüngsten Kundgebung der sogenannten Querdenker am Tölzer Winzerer-Denkmal ein.

Masken waren nicht vorgeschrieben

Alles ruhig bei „Querdenker“-Demo in der Tölzer Marktstraße

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Der Zulauf zu den Demonstrationen der Initiative „Querdenken“ in Bad Tölz wird größer. An der jüngsten Kundgebung am Samstag nahmen nach Schätzung der Polizei rund 100 Personen teil.

Bad Tölz – Laut dem stellvertretenden Inspektionsleiter Andreas Rohrhofer verlief die Veranstaltung in der Marktstraße weitestgehend problemlos. Die Polizei war vorsichtshalber mit fünf Streifen vor Ort. Doch Szenen, wie man sie zuletzt von der „Querdenken“-Demo in Leipzig in Erinnerung hat, spielten sich in Bad Tölz in keiner Weise ab. Die Polizei hatte allenfalls kleine Beanstandungen, wenn etwa seitlich der Kundgebung nicht genug Platz für unbeteiligte Passanten blieb oder das Mikrofon nicht nach jedem Redner ausgewechselt oder desinfiziert wurde. „Wenn wir die Versammlungsleiterin auf solche Probleme hingewiesen haben, wurden sie sofort beseitigt“, so Rohrhofer.

Einige Passanten wunderten sich, dass die Demonstranten keine Masken trugen. Doch dazu waren sie laut bayerischer Infektionsschutzverordnung auch nicht verpflichtet, so Rohrhofer. Das Landratsamt hatte bei der für bis zu 140 Teilnehmer angemeldeten Kundgebung auch keine derartige Auflage erteilt. Die einzelnen Personen beziehungsweise Familien mussten lediglich 1,50 Meter voneinander Abstand halten.

Vor der Kundgebung hatte es noch eine weitere Demonstration der sogenannten Querdenker gegeben. Sieben Personen liefen in Schutzanzug und mit Schutzmasken durch die Marktstraße und forderten – offensichtlich sarkastisch – auf Transparenten schärfere Corona-Maßnahmen. Da für Demonstrationen eigentlich ein Vermummungsverbot gilt, mussten diese Personen vorab der Polizei ihre Namen mitteilen und sich durch Nummern kenntlich machen. Auch diese Regeln wurden laut Rohrhofer eingehalten.  

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