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Siegerinterview: Moderator Gigi Beilhack mit Amanda Reiter (re.).

Scheifl siegt bei den Männern

Amanda Reiter sprengt Frauen-Bestmarke beim Isarlauf

Ein Festival der Isarwinkler Laufgemeinde wurde der Isarlauf. Amanda Reiter verbesserte den Rekord über die 30 Kilometer.

Bad Tölz – Komplett war der Erfolg über die zehn Kilometer von Lenggries nach Tölz entlang der Isar: Mit Thomas Scheifl (Arzbach), Florian Thurner (Gaißach) und Florian Koch (Lenggries) sowie Christiane Danner und Mechthild Bauer (beide Gaißach) sowie der Tölzerin Susanne Feigl blieben alle Plätze auf dem Siegerpodest in einheimischer Hand. Auch beim 21 Kilometer-Halbmarathon trumpften der Triathlet Markus Hörmann (WSV Bad Tölz) mit Platz zwei und ein paar Minuten danach als Dritter Christian Kim (SC Gaißach) auf.

Die Lenggrieserin Amanda Reiter (PTSV Rosenheim) nahm die 30 Kilometer unter die Sohlen und war so schnell wie nie zuvor eine Frau über diese Distanz. Den alten Rekord über die 30 Kilometer-Distanz auf dieser Strecke pulverisierte sie in 2:06:05 Stunden. „Das ist ja völlig Gaga. Du bist rund zehn Minuten früher da als erwartet“, verschlug es sogar dem eloquenten Moderator Gigi Beilhack die Sprache. Die Lenggrieserin strahlte ob der glänzenden Siegerzeit und meinte verschmitzt: „Daran ist nur der Radler schuld, der das Feld anführte. Der ist einfach so schnell gefahren.“ Dabei hatte Reiter den Isarlauf nur als Training für den Frankfurt Marathon im Oktober genutzt. „Es ist sehr gut gelaufen und ich fühle mich auch jetzt absolut nicht erschöpft“, erklärte sie. Dabei sei sie das Rennen „ganz normal“ angegangen: Im ersten Drittel der Strecke ist sie relativ langsam gelaufen, im zweiten hat sie das Tempo etwas angezogen und im Schlussdrittel dann richtig Gas gegeben. Am Ende war sie mehr als 22 Minuten schneller als die zweitplatzierte Vorjahressiegerin Miriam Nürnberger und vier Minuten schneller als die auf dieser Strecke im Jahr 2013 aufgestellte Bestmarke.

Wie an der Perlenkette aufgereiht waren die drei Erstplatzierten über zehn Kilometer (v. li.): Florian Koch (3.), Florian Thurner (2.) und Sieger Thomas Scheifl.

Auch wenn 431 gewertete Teilnehmer doch etwas weniger waren als in den Vorjahren, so sind fast alle Läufer ziemlich schnell unterwegs gewesen. „Nahezu ideales Laufwetter boten die niedrigen Temperaturen, und der leichte Nieselregen hat die Athleten sowie nicht gestört“, erklärte Cheforganisator Michael Spoerl. Insgesamt meinte er, „dass wir entgegen der Wettervorsage sogar noch Glück gehabt haben“. So hätte er im Vorfeld weit Schlimmeres befürchtet: „Für die Läufer, aber vor allem für meine zahlreichen Helfer, die dann Stunden lang im Regen gestanden wären.“

Die einzigen, die dem Wetter Tribut zollen mussten, waren die Zuschauer, die sonst beim Isarlauf in relativ großer Zahl den Streckenrand oder das Start-/Zielgelände am Tölzer Isarufer säumten. Aber die wenigen Anwesenden gaben ihr Bestes. Dafür war auch die Gaißacherin Mechthild Bauer dankbar: „Am Isarsteg in Arzbach standen einige und haben uns richtig angefeuert. Da ging’s gleich etwas leichter.“

Ewald Scheitterer

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