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Straßenbauamt 

Ampel neu programmiert: Endet das Chaos auf der Flinthöhe?

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Seit Wochen werden die Nerven der Autofahrer auf der Tölzer Flinthöhe strapaziert. Am Donnerstag wurde die Ampelanlage neu programmiert. Das Straßenbauamt ist zuversichtlich. 

„Die Neuprogrammierung der Ampelanlagen am  Donnerstag zeigt Wirkung“, vermeldet das Staatliche Bauamt Weilheim am Freitag in einer Pressemitteilung. Die Verkehrslage habe  sich normalisiert.

Das wäre ziemlich erfreulich, denn seit drei Wochen arbeitet die Weilheimer Behörde daran, die Behelfsampelanlage so zu schalten, dass der Verkehr nicht beständig lahm gelegt wird. Die Schaltung der Anlage sei  „intensiv beobachtet und mehrmals nachgebessert“ worden, heißt es in der Mitteilung. „Leider ist es den Beteiligten in dieser Zeit nicht gelungen, einen zufriedenstellenden Verkehrsablauf zu gewährleisten.“

Am Donnerstag um 13.30 Uhr wurde nun eine erneute Umprogrammierung der Ampelanlagen vorgenommen. „Das grundsätzlich überarbeitete Schaltprogramm zeigt Wirkung“, freut sich die Behörde.  „Im gestrigen Abendberufsverkehr war bereits eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation zu erkennen. Auch heute Morgen blieb das Stauchaos der letzten Wochen aus. Das Staatliche Bauamt Weilheim wird die Situation vor Ort auch weiterhin intensiv beobachten. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der jetzt gefundenen Ampelschaltung ein akzeptables Provisorium bis zur dringend notwendigen Erneuerung der alten Ampelanlagen bereitstellen können.“

Das Provisorium wurde notwendig, weil am Leonharditag die Ampelanlage an der B472/B13 auf der Flinthöhe vollständig ausfiel. Da die Anlage bereits mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat, gibt es laut dem Hersteller, der Firma Siemens, keine Ersatzteile mehr. Eine Reparatur war nicht möglich. „Deshalb mussten wir dort sehr kurzfristig eine Baustellenampel aufstellen. In der Folge wurden innerhalb weniger Tage an den drei Kreuzungen beziehungsweise Einmündungen in die B 472 (Sachsenkamer Straße, Flintkaserne und Albert-Schäffenacker Straße) provisorische Behelfsampelanlagen errichtet, da die beiden anderen Ampelanlagen das gleiche hohe Alter aufweisen wie die Ampelanlage an der B472/ B13 und die Gefahr bestand, dass auch diese spontan ausfallen. „Leider gelang es dem vom Staatlichen Bauamt beauftragten Ampelbetreiber nicht wie beauftragt, dass Signalprogramm der alten Ampelanlage eins zu eins auf die provisorische Anlage zu übertragen. Die Folge waren sehr lange Rückstauungen auf der B472 und den anschließenden Straßen.“ Das sorgte nicht nur bei den Bürgern für Unmut, sondern sorgte auch für eineWutrede von Bürgermeister Josef Janker im Stadtrat. 

Um das Chaos zu beheben, schaltete das Staatliche Bauamt schließlich einen externen Fachberater, das Planungsbüro PVT aus Essen, ein, der die Defizite der Programmschaltung analysierte und jetzt die  komplette Neuprogrammierung vornahm.  „Das Staatliche Bauamt Weilheim bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer ausdrücklich, die entstandenen Unannehmlichkeiten der letzten Wochen zu entschuldigen.“

Die drei betroffenen Ampelanlagen werden im Frühjahr 2018 vollständig erneuert. 

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