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Wer sein Brennholz selbst machen möchte, für den hat der Tölzer Forstbetrieb verschiedene Angebote. Voraussetzung ist, dass ein Motorsägenkurs absolviert wurde.

Angebot des Tölzer Forstbetriebs

So kommt das Holz vor die Hütte

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Bad Tölz - Viele Ofenbesitzer mögen es bequem: Das heißt, das Brennholz wird ordentlich geschnitten vor die Haustür geliefert. Manche möchten Brennholz aber auch gern selbst machen. Wer keinen eigenen Wald hat, dem hilft hier der Tölzer Forstbetrieb – neuerdings auch auf Online-Bestellung.

Mehrmals täglich klingelt bei den Revierförstern derzeit das Telefon. „Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, zum Selberaufarbeiten. Die Nachfrage ist groß“, erklärt der Tölzer Forstbetriebsleiter Rudolf Plochmann. Generell gebe es hier zwei Typen von Interessenten, auch „Selbstwerber“ genannt. Die einen möchten die umgeschnittenen Bäume – in zwei bis vier Meter lange Teile zerlegt – an der Forststraße abholen, um sie weiterzuverarbeiten, die anderen wollen direkt im Wald mit der Arbeit beginnen. „Wir haben wirklich ganz begeisterte Selbstwerber, die das sportlich sehen. Statt ins Fitnessstudio zu gehen, machen sie eben ihr Brennholz selbst.“

Typ 2 kümmert sich mitunter um Gipfel- und Restholz, das nach einem Einschlag auf dem Boden liegengeblieben sei, sagt Plochmann. „Aber auch kleine Durchforstungen sind möglich.“ Hier markiert der Förster Bäume, die umgeschnitten werden können. Den Rest erledigt der Selbstwerber. Sobald das Holz aufgeschichtet ist, wird abgerechnet. Je nach Baumart und Erreichbarkeit der Fläche geht der Preis beim Gipfelholz bei 25 Euro je Festmeter los. Bereits bearbeitetes und an die Straße geliefertes Polterholz kostet 65 bis 70 Euro.

Aber darf wirklich jeder in den Staatswald, um eigenes Brennholz zu machen? Nein, sagt der Forstbetriebsleiter. Schließlich sei Waldarbeit gefahrenträchtig. „Da wir nicht wollen, dass sich die Leute wehtun, müssen sie einen Motorsägenlehrgang nachweisen.“ An zwei Tagen lernen die Teilnehmer hier in Theorie und Praxis den Umgang mit dem Gerät. „Wir haben solche Kurse auch immer wieder angeboten, und die Nachfrage ist groß.“

Wer Brennholz machen wollte, konnte bislang nur per Telefon Kontakt aufnehmen. Seit Kurzem bieten die Bayerischen Staatsforsten auf ihrer Homepage (www.baysf.de) ein Online-Formular an. „In einer zunehmend digitalisierten Welt, wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt der Forstbetriebsleiter. Für eine umgehende Bearbeitung der Online-Anfragen sei gesorgt. „Innerhalb von drei Tagen werden Sie angerufen, und ein Mitarbeiter bespricht mit Ihnen alles“, sagt Plochmann.

Dass Menschen im Staatswald ihr eigenes Brennholz machen, davon profitiere auch der Forstbetrieb. „Wir sparen uns die eine oder andere kleine Durchforstung und haben einen gepflegten Bestand“, betont der Waldexperte. Zudem komme man mit den Leuten ins Gespräch und könne die eigene Arbeit erklären. Plochmann: „Es ist eine win-win-Situation.“

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