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Die Äsche gehört zu den bedrohten Arten in der Isar. Durch ökologische Verbesserungen, die das Wasserwirtschaftsamt jetzt bei Bad Tölz vornimmt, könnten sich die Bestände verbessern. 

Arbeiten an der Isar 

Bessere Lebensbedingungen für Äsche, Bachforelle & Co.

Bad Tölz –Gute Nachricht für Fische in der Isar: Am Montag begannen die Arbeiten, die ihre Lebensbedingungen zwischen Bad Tölz und Unterleiten verbessern sollen.

Nicht immer sind Fischer und Wasserwirtschaftsamt (WWA) auf einer Wellenlänge. Aktuell aber findet Manfred Haff, Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Bad Tölz, nur lobende Worte für die Weilheimer Behörde. Die beginnt diese Woche nämlich mit Arbeiten, die die Lebensbedingungen für Fische in der Isar zwischen Bad Tölz und Unterleiten deutlich verbessern sollen.

Eine Weile dauerte es zuvor aber, bis man auf einen Nenner kam. Schon seit Längerem hatten die Fischer auf ein Problem hingewiesen, so Haff. Seit dem Bau des Sylvensteinspeichers fehle im Kies, den das Gewässer transportiert, das grobe Gestein, und die Isar führe auch nicht mehr ausreichend Totholz mit sich. Beides sei aber sehr wichtig, damit die Fische Schutzräume im Wasser finden. „Sie dienen erstens als Laichgründe“, erklärt der Wackersberger. „Zweitens finden hier Jungfische Möglichkeiten, sich vor Fressfeinden zu verstecken, wie dem Kormoran oder den Gänsesäger.“ Zum Dritten seien die Salmoniden, also die lachs- und forellenartigen Fische, auf ruhige, geschützte Wasserstellen angewiesen, wo sie mit heruntergefahrenem Stoffwechsel überwintern. Dass es für all das an geeigneten natürlichen Strukturen mangelt, ist mittlerweile unbestritten. Dazu trug laut Haff das Gutachten eines Biologen bei, der vom Landesfischereiverband beauftragt worden war. „Er hat bestätigt, was wir gewöhnlichen Fischer schon lange beobachtet hatten.“

Jetzt sorgt das WWA für Verbesserungen, wie Behördenleiter Roland Kriegsch mitteilt. „Das Wasserwirtschaftsamt rückt dem gewässerökologisch verarmten Gewässerabschnitt zwischen Bad Tölz und Unterleiten zu Leibe.“ Hier schaffe man Anfang dieser Woche „kleinräumige Winter- und Jungfischeinstände“. Zu diesem Zweck würden vorzugsweise vor Ort wachsende Gehölze, wie etwa Weiden, umgedrückt und vereinzelt Totholz und Wurzelstöcke eingebracht.

Die aktuelle Maßnahme ist nicht die einzige in diesem Zusammenhang. Im kommenden Frühjahr stehen ähnliche Arbeiten auch noch im Uferbereich bei Kalkofen und bei Rimslrain an. Zudem will das WWA zwischen dem Gasthof Walgerfranz und Roßwies ein verrohrtes Stück eines kleines Bachs renaturieren.

Schon im Herbst hatte das WWA Fischunterstände unterhalb des Tölzer Kraftwerks geschaffen. Das Ergebnis ist laut Haff ein voller Erfolg. „Bei einer Elektrobefischung haben wir festgestellt, dass es jetzt mehr Jungfische gibt und die Zusammensetzung der Tiere idealer ist.“ Haff lobt, dass auch die Naturschutzbehörde im Landratsamt „vorbildliche fachliche Unterstützung“ geleistet habe.

Die aktuellen Verbesserungen tun laut Haff „allen Fischen gut“. Aktuell am stärksten bedroht sei die Äsche. Die Nase hingegen sei in der Isar „praktisch schon weg“, und die Barbe könne ihre Population nicht mehr durch die eigene Laichtätigkeit erhalten – sprich: Die Fischer müssen Nachwuchs ins Wasser einsetzen. Dass das WWA die Isar von einer „monotonen Autobahn“ in einen Fluss mit mehr Strukturen verwandle, davon profitiert Haff zufolge auch der Uferbereich mit den dort lebenden Schlangen, Echsen und Fröschen.  ast

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