Felix RauschekStadtklinik-Geschäftsführer
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Felix RauschekStadtklinik-Geschäftsführer

Platz 28

Unter den Besten: Asklepios Stadtklinik Bad Tölz 

Als er noch in Burglengenfeld die Klinik leitete, erzählt Felix Rauschek lächelnd, habe er schon mit etwas Neid gelesen, dass die Tölzer Asklepios-Einrichtung bei „Deutschlands besten Krankenhäusern“ gelistet war „und meine nicht“. Nach seinem Wechsel nach Tölz vor einem halben Jahr darf sich der neue Geschäftsführer der Asklepios-Stadtklinik nun selbst freuen.

Bad Tölz – Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) macht alljährlich eine Erhebung über die besten Kliniken Deutschlands. Tölz ist 2020 erneut ganz vorne zu finden. Die FAZ hat 2200 Akuthäuser,Universitäts- und Rehakliniken selbst ausgesucht und bewertet. In der Kategorie 150 bis 300 Betten landete Tölz auf Platz 28. „Eine Bestätigung für alle 630 Mitarbeiter“, sagt Rauschek, zumal die FAZ ihr Urteil auf mehrere Quellen stützt. Zum einen wurden objektive Befragungen der Krankenkassen und Bertelsmann-Stiftung herangezogen. Für den subjektiven Blickwinkel sorgten Patienten-Portale.

Breites Angebotsspektrum in Tölzer Klinik 

Dass die relativ kleine Stadtklinik Tölz so weit vorne landete, führen Rauschek und Kliniksprecher Christopher Horn auf das breite Angebotsspektrum zurück. Tölz sei im Bereich Notfallversorgung in einer Stufe klassifiziert, die nur 150 Kliniken deutschlandweit aufweisen, sagt der Geschäftsführer. Das liegt wiederum daran, dass man zwölf Fachabteilungen besitze und auf herausragende Merkmale wie etwa ein Herzkatheterlabor, eine Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) und einen DaVinci-Operationsroboter verweisen kann. „Das haben viele Häuser der gleichen Größenordnung nicht“, sagt Horn.

Patienten-Rückmeldungen wichtiger als FAZ-Erhebung 

Überbewerten will Rauschek den FAZ-Krankenhausvergleich nicht. Da stehe immerhin auch ein Geschäftsmodell von großen Verlagen dahinter. Doch werde das Ergebnis im eigenen Konzern durchaus aufmerksam registriert und auch kommuniziert. Und das positive Ergebnis erhöhe die Chancen des eigenen Hauses in der Konzernfamilie, wenn Investitionen anstehen.

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In der Detailanalyse helfe die FAZ-Studie beim Qualitätsmanagement nicht weiter, sagt Rauschek. Da verlässt sich die Klinikführung lieber auf die rund 2500 Patienten-Rückmeldungen, die jährlich eingehen. Sie sind anonym und ergeben laut Rauschek „ein differenzierteres Bild“. Sie zeigen auch, ob die wichtigste Marketingmaßnahme jedes Krankenhauses, die Mundpropaganda, funktioniert. Diese Bewertungen gehen übrigens auch in ein bundesweites Asklepios-internes Ranking ein. Auch dort stehe Tölz im Vergleich klar im „obersten Viertel“, sagt Rauschek. „Und wir sind in den letzten drei Jahren besser geworden“, ergänzt Horn.

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