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Asylbewerber im Tölzer Land

Kasernenschließung hat keine Auswirkung

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Schließung der Münchner Bayern-Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber wird keine Auswirkung auf die Situation im Landkreis haben. Das erklärt Martin Nell, Sprecher der Regierung von Oberbayern, auf Anfrage.

Wie berichtet hatten Landrat Josef Niedermaier und Asyl-Sachgebietsleiter Karsten Ludwig zuletzt die Vermutung geäußert, die Regierung werde die Geflüchteten, die jetzt noch in der Bayern-Kaserne untergebracht sind, unter anderem auf seine Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis verteilen. Ab 2017 wird die Regierung größere Unterkünfte in Bad Tölz, Geretsried, Wolfratshausen und Bad Heilbrunn als Betreiber übernehmen.

„Es ist nicht so, dass wir die Asylbewerber nach der Schließung der Bayern-Kaserne in der Fläche verteilen“, sagt Nell. Die Regierung habe dann immer noch neun weitere Erstaufnahmeeinrichtungen. Von den Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis werde keine als Erstaufnahmeeinrichtung dienen, sondern alle zur „Anschlussunterbringung“. In Aufnahmeeinrichtungen leben Asylbewerber maximal die ersten sechs Monate nach ihrer Ankunft.

Nach Nells Einschätzung wird die Inbetriebnahme von fünf neuen Großunterkünften mit insgesamt 500 zusätzlichen Plätzen auch nicht dazu führen, dass dem Landkreis im Vergleich zu anderen Kreisen mehr Asylbewerber zugewiesen werden.

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