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Atemberaubender Weltraum

Angeregte Gespräche und ein Blick in den Sternenhimmel: Trotz nicht optimaler Bedingungen kamen einige Interessierte zum Beobachtungsabend am Tölzer Planetarium.

Bad Tölz – Ungünstige Wetterbedingungen herrschten am Tölzer Sternenhimmel, als Isarwinkler Sternfreunde und Tölzer Planetarium zum Beobachtungsabend eingeladen hatten. Trotzdem kamen einige Interessierte, um einen Blick auf den „Tölzer Sternenhimmel“ und insbesondere auf den Mond sowie den Jupiter zu werfen.

Mit angeregten Gesprächen über Lichtjahre, Planeten und Galaxien vertrieben sich die Besucher die Wartezeit. Denn aufziehende Wolken erschwerten die Bedingung für die Himmelsbeobachtungen. Glücklicherweise gab es aber auch noch den künstlichen Sternenhimmel im Planetarium am Schloßplatz. „Heute ist der Mond genau 396 000 Kilometer von der Erde entfernt“, erklärte Franz Xaver Kohlhauf den Gästen, die gespannt nach oben auf die projizierten Sterne und Planeten blickten. Mit Leidenschaft beschrieb der 62-Jährige den Aufbau der Mondlandschaft und beantwortete geduldig die vielen Fragen – beispielsweise über die Lichtverhältnisse auf dem Mond.

Auch der Jupiter kam nicht zu kurz in den Erklärungen. Ein Video über die Sonde Juno zeigte die bisherigen Aufnahmen der NASA. Seit Monaten umkreist Juno den Planeten und fasziniert mit ihren Aufnahmen Hobby-Astromomen und Wissenschaftler. „Die Aufnahmen der Sonde zeigen, wie wenig wir über den Jupiter eigentlich wissen“, sagte Kohlhauf.

Und es ist genau dieses Nicht-Wissen, das auch Tobias Lützel so fasziniert.„Das Tolle am Weltall ist, dass vieles so unbegreiflich und kompliziert ist“, sagte der 17-Jährige. Seit seiner Kindheit interessiert er sich für den Aufbau des Universums. „Es hat mit den Geschichten von meinem Opa angefangen und mich seitdem nicht mehr losgelassen“, sagte Lützel.

Trotz des bewölkten Himmels fanden sich am späten Abend noch einige Interessierte ein, die geduldig auf einen klaren Himmel warteten. „Das Tolle am Weltraum ist die Ästhetik, die von der Natur allein geschaffen wurde“, findet Klaus Hohmann. Seit über 40 Jahren schaut er in den Sternenhimmel und ist immer wieder aufs Neue beeindruckt. „Die Natur lebt sich nicht nur auf der Erde aus. Das hat etwas Atemberaubendes“, so der 61-Jährige.

Die nächste kostenlose Veranstaltung des Tölzer Planetariums ist die Saturnschau am Samstag, 9. September. Auch hier sind wieder alle großen und kleinen Sterngucker an den Schloßplatz eingeladen. 

Sophie von Grudzinski

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