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In einer BOB Richtung Bad Tölz war es Ende März zu dem Angriff auf die Tölzer Schülergruppe gekommen.

Vorfall in der BOB

Attacke auf Schüler: Beschuldigter kommt nicht zur Vernehmung

Die Ermittlungen zu dem Vorfall in der Bayerischen Oberlandbahn, bei dem Schüler aus Bad Tölz und Südafrika angegriffen worden waren, sind abgeschlossen. Zumindest die der Polizei.

Bad Tölz - „Wir übergeben das jetzt an die Staatsanwaltschaft München II“, sagt Wolfgang Hauner von der Bundespolizei München, die den Fall bearbeitet hat, auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft entscheide dann über weitere Schritte.

Der Angriff auf die Schülergruppe hatte sich Ende März in einem Zug aus München Richtung Lenggries ereignet (wir berichteten). Tölzer Gymnasiasten waren mit südafrikanischen Austauschschülern gerade auf dem Heimweg von einer Schulveranstaltung in der Landeshauptstadt. In der BOB wurden sie gegen 21.30 Uhr von drei jungen Männern – zumindest einer davon betrunken – aus dem Landkreis Miesbach attackiert. Zunächst ging es um verbale Angriffe, später wurde daraus mehr. Die beiden Haupttäter – ein Holzkirchner und ein Haushamer – gingen körperlich auf die Schüler los. Zwei Jugendliche (16 und 18) wurden dabei leicht verletzt.

Mittlerweile geht die Bundespolizei davon aus, dass der Holzkirchner im Laufe der Auseinandersetzung ein Messer zog. Das bestätigten Zeugenaussagen und die Videobilder, sagt Hauner. „Man sieht zumindest, dass der Mann einen messerähnlichen Gegenstand hinten in seinem Hosenbund stecken hat.“ Auf einer weiteren Aufnahme sehe man, wie der Mann den Gegenstand hervorhole, und die Gruppe Jugendlicher zurückweiche. Daher gehe es um den Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung. „Allerdings ist er mit dem Messer wohl nicht auf die Schüler losgegangen, sondern hat es ihnen nur gezeigt und wieder eingesteckt.“ Wo das Messer abgeblieben ist, sei übrigens nach wie vor unklar. Als der Mann am Bahnhof Holzkirchen von der Polizei durchsucht wurde, „hatte er den Gegenstand nicht mehr“, sagt Hauner. Aber da seien die Zugtüren auch schon offen gewesen.

In den vergangenen Wochen hat die Polizei nun Zeugen und die Beschuldigten vernommen. Als letztes sollte der Holzkirchner am Freitag aussagen. „Aber er ist nicht erschienen“, sagt Hauner. Nun könne die Staatsanwaltschaft eine Vernehmung anordnen. Bei Nichterscheinen könnte der Beschuldigte hier „polizeilich abgeholt werden“, erklärt Hauner. Aber auch der direkte Erlass eines Strafbefehls wäre denkbar. va

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