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Schrecklicher Unfall im Herbst 2016: Damals starben zwei Menschen an der Ausfahrt West der Tölzer Umgehungsstraße. 

Bundesstraße 472

Auch heuer keine Einfädelspur für Unfallschwerpunkt in Bad Tölz

Nach dem tödlichen Unfall an der Ausfahrt West im Herbst 2016 wurden die Rufe nach einer neuen Einfädelspur für Linksabbieger auf die Tölzer Umgehungsstraße laut. Passiert ist bislang nichts. Die Finanzierung ist nicht das Problem.

Bad Tölz – Vor Kurzem hat es an der Ausfahrt West der Tölzer Umgehungsstraße wieder gescheppert. Eine 70-jährige Frau aus Bad Wiessee hatte von der Benediktbeurer Straße nach links auf die Bundesstraße einbiegen wollen und dabei den aus Richtung Flinthöhe kommenden Wagen übersehen. Glücklicherweise gab es bei dem Zusammenstoß nur zwei Leichtverletzte. Im Herbst 2016 starben an der Stelle zwei Menschen.

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Seit geraumer Zeit ist das Staatliche Bauamt Weilheim daran, diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Geschehen soll dies durch eine neue Einfädelspur für Linksabbieger. Wie ist der Stand der Planung? Der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter Martin Herda kann da leider nichts Neues vermelden. „Heuer wird das Projekt nicht durchgeführt“, teilt er auf Anfrage mit. 

Finanzierung ist nicht das Problem

Die Finanzierung sei gar nicht so sehr das Problem, sondern eher die aufgrund der guten Konjunkturlage ausgebuchten Baufirmen sowie die angespannten Personalkapazitäten im Bauamt. „Vielleicht im nächsten Jahr“ werde das Vorhaben umgesetzt. Linksabbieger von der Benediktbeurer Straße fahren dann unter der Umgehung hindurch auf die Quellenstraße und von dort kreuzungsfrei auf die Umgehungsstraße.

Herda will sich demnächst mit der Tölzer Verkehrskommission in Verbindung setzen und kurzfristige Verbesserungsmöglichkeiten ausloten. Etwa, indem man vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durchführt. Die vorgeschriebenen 70 km/h würden oft nicht eingehalten.  chs

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