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Noch regeln Ampeln den Verkehr um unteren Ende der Marktstraße. Die Stadt lässt nun aber den Bau eines Kreisverkehrs prüfen. Dieser würde Platz auf den Fahrbahnen für Radstreifen schaffen, weil die Abbiegespuren entfallen. 

Thema im Stadtwentwicklunsgausschuss

Auf der Tölzer Isarbrücke könnte es bald rund gehen: Zweiter Kreisel geplant

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Auf der Tölzer Isarbrücke könnte es demnächst rund gehen: Die Stadt lässt den Bau eines weiteren Kreisverkehrs am Marktstraßenende prüfen. Das könnte auch eine deutliche Verbesserung für Radler bedeuten.

Bad Tölz – Der Stadtentwicklungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit der Optimierung der Verkehrssituation auf der Tölzer Isarbrücke. Ausgelöst hatte die Debatte ein Antrag der Stadtratsmitglieder Camilla Plöckl (SPD) und Franz Mayer (Grüne), dass die Gehsteige auf der Isarbrücke künftig auch ganz offiziell von Radlern mitgenutzt werden dürfen. 80 Prozent der Radler würden das auch jetzt schon tun, wie ein Ortstermin des Arbeitskreises Radln ergeben habe. Erlaubt ist das freilich nicht. Und es ist auch nicht ungefährlich, wie die Beratung in der Verkehrskommission, an die der Antrag verwiesen wurde, ergeben hat. „Es ist schwierig. Da stehen Bänke und Blumentöpfe, und an vielen Tagen sind dort sehr viele Fußgänger unterwegs“, fasste es Bauamtsleiter Christian Fürstberger zusammen. Tatsächlich habe es auch schon Beschwerden über Radler auf dem Fußweg gegeben.

Kreisverkehr auf der Isarbrücke war 2005 schon einmal im Gespräch

Auf der anderen Seite ist natürlich auch für die Radfahrer die Situation alles andere als optimal. Wer vom Moraltpark kommt, muss im Bereich der Brücke mehrere Fahrbahnen kreuzen, um ins Badeteil zu kommen, eine durchgehende Ost-West-Radwegeverbindung fehlt.

Auf der Suche nach einer Verbesserung kam die Kommission auf eine Idee, die 2005 schon einmal diskutiert, dann aber verworfen worden war. Angedacht ist nun der Bau eines kleinen Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 18 Metern – analog zum bereits bestehenden am Amortplatz am anderen Ende der Brücke. „Der funktioniert einwandfrei, das sollte auf der anderen Brückenseite genauso sein“, heißt es in der Sitzungsvorlage. „Vom Platz her kann es gehen – es ist nicht völlig abstrakt als Idee“, ergänzte Fürstberger.

Kreisverkehr hätte diverse Vorteile

Der in der Mitte überfahrbare Kreisel, der die Ampelanlage ersetzen würde, hätte einige Vorteile. Das Fahrtempo im Bereich des Knotenpunkts sinkt, Anfahr- und Bremsgeräusche verringern sich, weil ein Kreisel den Verkehrsfluss verstetigt. Die Unterhaltskosten für die Ampeln entfallen. Für den aus der Marktstraße kommenden Lieferverkehr könnte die Einfahrtsituation endlich ordentlich geregelt werden. Für Fußgänger entstehen an allen Zufahrten Querungshilfen – so könnte man künftig auch auf der Brücke leichter die Fahrbahnseite wechseln. Zudem fallen die Abbiegespuren weg – das schafft Platz für Fahrradschutzstreifen auf der Brücke, am Kapellengasteig und in der Säggasse.

Planungsbüro untersucht jetzt, ob der Bau möglich ist

„Das würde uns viele neue Möglichkeiten eröffnen“, plädierte Bürgermeister Josef Janker (CSU) dafür, den Bau des Kreisels prüfen zu lassen. Auch Michael Lindmair (FWG) befand, dass der Kreisverkehr „gleich mehrere Probleme lösen würde“. Er bat aber darum, die Aufstellflächen der Querungshilfen groß genug zu planen. „An gewissen Tagen haben wir wirklich große Fußgängerströme, und ein Kinderwagen sollte auch drauf passen.“ Franz Mayer war ebenfalls „absolut für diese Lösung“. Er und Plöckl hätten den anderen Antrag nur gestellt, „weil ich nicht gedacht habe, dass der Vorschlag aus 2005 nochmal aufgegriffen wird“.

Einstimmig beschloss das Gremium, den Mini-Kreisel von einem Planungsbüro untersuchen zu lassen.

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