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Wo es in der Region besonders häufig kracht: Zwischen Bad Tölz und Königsdorf, am Maxlweiher und an der Kreuzung bei Langau befinden sich Unfallschwerpunkte.

Unfallschwerpunkte

Aufgepasst: Hier kracht’s immer wieder

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Viermal kam es innerhalb von 24 Stunden zu Unfällen auf der Kreisstraße zwischen Bad Tölz und Königsdorf. Polizei und Kreisbehörde beobachten diese Häufung – finden sie aber nicht unerklärlich.

Von einer „Unfallhäufungsstelle“ spricht Georg Fischhaber, Verkehrsexperte am Landratsamt, und meint damit die Kreisstraße zwischen Bad Tölz und Königsdorf. Wie berichtet hatte es dort am vergangenen Montag und Dienstag innerhalb von 24 Stunden vier Unfälle mit teilweise Schwerverletzten gegeben. „Es war eine ungünstige Kombination mit dem Schneefall“, sagt Lars Werner von der Tölzer Polizei. Im gesamten Jahr 2015 gab es auf der Töl 7 sechs Unfälle mit Personenschaden. Heuer waren es schon vier. Allerdings war laut Werner das Jahr 2015 auch ein Ausreißer nach unten. Die meisten Unfälle auf der Töl 7 ereignen sich laut Werner im Winter oder bei nasser Witterung. Um die Statistiken vergleichen zu können, müsse man erst sehen, wie sich die Zahl im Laufe des Jahres entwickelt.

Beide Experten sind sich einig, dass nicht unbedingt die Stelle direkt bei der Abzweigung nach Rimslrain das Problem ist. Eher seien die Unfälle im Waldstück vor Königsdorf und vor Rimslrain passiert, sagt Fischhaber. Auch die „S-Kurve“ sei ein Bereich, in dem größere Vorsicht geboten ist.

„Die Ursache ist leider oft der Fahrer“

Warum kam es in so kurzer Zeit zu mehreren Unfällen? „Die Ursache ist leider oft der Fahrer“, sagt Werner. Auch Fischhaber spricht vom „Faktor Mensch“. Bei einem Unfall Mitte Januar sei der Verursacher mit Sommerreifen unterwegs gewesen. „Viele Fahrer verlassen sich zu sehr auf die technische Ausrüstung ihres Autos“, sagt Fischhaber. Vielleicht habe es auch eine Rolle gespielt, dass es bislang in diesem Winter wenig geschneit hatte. „Manchen ist eventuell die Umstellung schwer gefallen.“

Da die Strecke als Unfallschwerpunkt bekannt ist, hat die Unfallkommission bereits in der Vergangenheit reagiert. „Wir haben den Fahrbahnbelag verbessert, so dass er jetzt griffiger ist. Im Kurvenbereich wurden eigene Warntafeln aufgestellt, in der S-Kurve die Geschwindigkeit auf 60 reduziert. Wir haben den Wald ausgelichtet und Leitplanken angebracht. Wir haben gedacht, dass das eine Wirkung hat“, so Fischhaber, der sich sicher ist, dass die „Straßenausstattung“ passt. „Rund 3500 Fahrzeuge am Tag passieren diese Straße ohne Probleme.“ Trotzdem werde man die Töl 7 im Auge behalten: „Wir beobachten die Häufung natürlich und sind darüber nicht glücklich.“

Problemstellen Langau und Maxlweiher

Unfallträchtig war laut Georg Fischhaber auch stets die Einmündung der Kreisstraße Töl 5, von Langau kommend, auf die B 472 in Richtung Bad Heilbrunn. Hier wurde wie berichtet im Rahmen des Projekts „Sichere Einmündung“ eine Verkehrsinsel eingebaut. „Mit dem Einbau eines solchen Tropfens gab es in der Vergangenheit viele gute Erfahrungen“, sagt Fischhaber. Für die Einmündung an der Töl 5 gibt es aber noch keine brauchbaren Statistiken, was die Unfallhäufigkeit an dieser Stelle betrifft. „Die Insel wurde erst im Oktober eingebaut“, sagt Lars Werner. Man müsse die Stelle über einen längeren Zeitraum beobachten. Auch am Tölzer Maxlweiher kracht es häufig, wenn Autos von der Bundesstraße nach links in die Sachsenkamer Straße einbiegen: „Das wird auch ein Unfallschwerpunkt bleiben“, prophezeit Lars Werner. Der Grund: Auf der B 472 und somit auch dort auf der Flinthöhe sind täglich 25 000 bis 30 000 Fahrzeuge unterwegs. Demnächst überprüft eine Signalbaufirma, ob die Ampelanlage anders geschaltet werden kann: Denkbar ist, dass der Linksabbiegerpfeil länger stehen bleibt oder es einen längeren Nachlauf gibt, wenn der Pfeil erloschen ist. So hätten die Autofahrer mehr Zeit, die Kreuzung zu räumen.

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