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Klangspektakel: Toni Bartl (2. v. re.) und seine „Alpin Drums“ begeisterten die Zuhörer im Tölzer Kurhaus.

Tölzer Kurhaus

Auftritt der „Alpin Drums“:  Wenn Bälle „La Cucaracha“ pfeifen

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Die „Alpin Drums“ traten am Donnerstag im Tölzer Kurhaus auf. Das Publikum war restlos begeistert.

Bad Tölz– Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Musik-Quiz des Bayerischen Rundfunks, bei dem Hörer aus Musikschnipseln die jeweiligen Hits und deren Interpreten erraten müssen, stellten die Besucher im Tölzer Kurhaus beim Konzert der „Alpin Drums“ fest. Nur kamen dort am Donnerstag die Musikschnipsel nicht aus der Konserve, sondern wurden mit allen möglichen und auch unmöglichen „Instrumenten“ fabriziert. Egal ob Bettpfannen, Sensen, Küchengeräte oder Biertisch-Garnituren: Die drei Profimusiker um den Garmischer Toni Bartl schafften es in der humorigen Show immer wieder, ihren Geräten bekannte Melodien zu entlocken.

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Freilich stand „Trommeln“ im Mittelpunkt der witzigen, kreativen Aufführung, doch die Besonderheit der Alpin Drums, mit der sie sich wohltuend von zahlreichen anderen „Drum-Shows“ abheben, ist, dass sie die produzierten Geräusche neben der untermalenden Rhythmik zu erkennbaren Songs umformen. Da ertönte Bert Kempferts Welthit „African Safari“ aus Plastikröhren, „Jingle Bells“ kam vom Kuhglocken-Xylophon und neun Fußbälle pfiffen „La Cucaracha“. Aus dem Blumentopf-Marimbafon ertönte „Tequila“, und selbst aus einer umfunktionierten Spritze für Pflanzen-Schutzmittel schaffte es der auf einer Alm aufgewachsene Toni Bartl, einen Wiener Walzer erklingen zu lassen.

Unter dem Motto „Der Berg groovt“ ließen die vier Musiker Melkschemel und Milchkannen zu klatschenden Händen steppen. Es flogen Messer in atemberaubendem Tempo klackernd über ein Brotzeitbrettl, das dann nur Sekunden später als tönender Tischtennis-Schläger den Takt angab. Da glaubte dann bald jeder der leider nur 165 restlos begeisterten Zuhörer, dass das Leben in den Bergen Rhythmus pur ist.

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Toni Bartl erwies sich als Meister darin, den alpinen Alltag in ein mitreißendes audio-visuelles Klangspektakel zu verpacken. Virtuos präsentierten seine „Alpin Drums“ die gesamte Bandbreite der Percussion-Kunst. Und als dann nach der knapp zweistündigen Vorstellung in der zweiten Zugabe „Guten Abend, gute Nacht“ ertönte, musste keiner der Besucher lange rätseln. Jeder wusste, dass damit das beeindruckende Konzert beendet und es Zeit zum Nach-Hause-Gehen war.

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