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Diese gut zehn Zentimeter lange Raupe fand eine Tölzerin in ihrem Garten.

Ungewöhnlicher Fund

Aus dieser Raupe wird ein Falter mit Totenkopf

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Erst dachte sie, es handle sich bloß um ein ganz normales Blatt im Kartoffelkraut – doch als es sich bewegte, erschrak Gertrud Scheitler gehörig: Es war eine ungewöhnlich große Raupe, die die Tölzerin da im heimischen Garten entdeckt hatte.

Bad Tölz– Mit einem gesegneten Appetit fraß sich das stolze zehn Zentimeter lange Tierchen durch die Blätter einer Kartoffelpflanze, die wild im Garten von Gertrud Scheitler aufgegangen war.

Wie ihre Tochter nach einer Recherche im Internet herausfand, dürfte es sich um die Raupe eines Totenkopfschwärmers handeln. Das bestätigt auf Anfrage auch Walter Schön aus Kirchheim bei Stuttgart, der im Internet ein Schmetterlingsportal (schmetterling-raupe.de) betreibt. Die leuchtend grüne Raupe mit einem filigranen Flechtmuster und bläulichen Punkten ist unter anderem an einem gelben, körnigen Wurmfortsatz am Hinterteil zu erkennen. Später wird daraus ein Schmetterling entstehen, der eine markante Zeichnung auf dem Rumpf trägt, die an einen Totenkopf erinnert – weswegen das Insekt vielen Menschen unheimlich ist. Dazu trug möglicherweise auch der mörderische Thriller „Das Schweigen der Lämmer“ bei, in dem der Falter eine Rolle spielt.

Mit einer Flügelspannweite von bis zu elf Zentimetern ist der Totenkopfschwärmer die größte Nachtfalterart, die in Deutschland vorkommt. Eine weitere Besonderheit: Der Totenkopfschwärmer kann piepsende Töne erzeugen. Hauptverbreitungsgebiet dieses Schmetterlings sind die Tropen Afrikas. Als Wanderfalter fliegt er von dort bis nach Mittel- und Nordeuropa. Dass er in hiesigen Gefilden auftaucht, ist allerdings eine Seltenheit.

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