Schandfleck ade: Das seit Jahren verfallende Haus an der Badstraße, in dem einst ein Trachtengeschäft ansässig war, hat einen neuen Eigentümer gefunden, der bereits konkrete Pläne damit hat.
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Schandfleck ade: Das seit Jahren verfallende Haus an der Badstraße, in dem einst ein Trachtengeschäft ansässig war, hat einen neuen Eigentümer gefunden, der bereits konkrete Pläne damit hat.

Statt Bauruine „Wohnen, neu gedacht“

Aus Schandfleck an der Tölzer Badstraße könnte ein Schmuckstück werden

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Aus einem Schandfleck im Badeteil könnte in naher Zukunft bestenfalls ein Schmuckstück werden: Der Bauausschuss des Tölzer Stadtrats wird sich demnächst zum zweiten Mal mit den Plänen für ein seit Jahren verfallendes Haus an der Badstraße befassen.

Bad Tölz - Fest steht: Das seit 2005 leer stehende Gebäude an der Tölzer Badstraße, in dem zuletzt ein Trachtengeschäft ansässig war, ist mittlerweile verkauft. Beim neuen Eigentümer handelt es sich um eine Privatperson aus dem Raum München, die dort gerne neu bauen und die Immobilie dann selbst nutzen möchte.

Bereits im vergangenen Sommer lag dem Bauausschuss ein Vorbescheidsantrag vor (wir berichteten). Dieser sah einen Abriss des Gebäudes sowie einen Neubau an gleicher Stelle in der Häuserzeile vor. Trotz einzelner Kritikpunkte an Planungsdetails überwog in dem Gremium die Zufriedenheit, dass sich bei dieser Dauer-Problemimmobilie endlich etwas tut. Der Ausschuss stimmte dem Vorbescheid einmütig zu.

Bauantrag soll in der nächsten Sitzung des Bauausschusses behandelt werden

Anschließend kamen jedoch noch einige Anmerkungen aus der Baugenehmigungsbehörde im Landratsamt. Wie Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach nun auf Anfrage erklärt, ist kürzlich ein neuer Vorbescheidsantrag bei der Stadt eingegangen. „Wenn alle Unterlagen vollständig sind, wird der Antrag in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am 25. Februar behandelt“, sagt sie.

Gegenüber dem Tölzer Kurier erklärt der Eigentümer, dass die Planung mittlerweile an die neue bayerische Bauordnung angepasst sei, die seit 1. Februar in Kraft ist. Diese ermöglicht geringere Abstandsflächen.

Neubau soll sich optisch nahtlos einfügen

Zudem betont der Eigentümer, es sei ihm wichtig, dass sich das neue Haus nach vorne dem Erscheinungsbild der Straße anpasst und sich optisch nahtlos in die Anmutung einer Ladenzeile einfügt.

Hinter der traditionellen Fassade soll es aber durchaus innovativ zugehen. Dort plant der Eigentümer zwei Wohneinheiten, und zwar – was bei einem solch schmalen Haus überraschen mag – nicht über-, sondern nebeneinander. In den beiden Haushälften sollen sich jeweils versetzt verschiedene Ebenen anordnen.

„Wohnen, neu gedacht“, nennt der Eigentümer als Stichwort. In eine Wohneinheit will er selbst einziehen, die andere stünde dann für eine weitere Familie zur Verfügung.  

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