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Bernhard Kirchmair (re.) aus Reichersbeuern und Vincent Nieraad aus Gaißach haben mit ihrem Projekt „Pulsformanalyse einer Radon-Ionisationskammer“ den ersten Platz im Landesentscheid von „Jugend forscht“ belegt.  

„Jugend Forscht“

Ausgezeichnetes Physik-Projekt: „Komplex und elegant“

„Pulsformanalyse einer Radon-Ionisationskammer“: Dahinter verbirgt sich ein spannendes Projekt von Bernhard Kirchmair (17) aus Reichersbeuern und Vincent Nieraad (16) aus Gaißach. Die beiden Schüler des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums traten damit im Bereich Physik des Wettbewerbs „Jugend forscht“ an – und überzeugten die Jury im Landesentscheid.

Bad Tölz – Aus bayernweit knapp 2000 Teilnehmern und über 1200 Projekten hatten es nur 85 Jungforscher ins Landesfinale nach Vilsbiburg geschafft. Der Sieg brachte den beiden Gymnasiasten nun das Ticket für das große Bundesfinale in Erlangen ein.

Mit dem Projekt angefangen haben die beiden Nachwuchswissenschaftler vor etwa einem Jahr. „Im Schnitt ein- bis zweimal pro Woche haben wir uns damit beschäftigt“, sagt Bernhard Kirchmair. „Das Ziel ist es, genau zu erkennen, wie viele radioaktive Zerfälle in der Luft passieren“, versucht er das komplexe Thema für Laien zu erklären. „Die Apparatur misst, wie viel Radon vorhanden ist. Es ist ein Gas in der Luft, das Radioaktivität erzeugt, ergänzt Vincent Nieraad. „Es gibt einen Stromschluss in der Kammer bei einem Zerfall, woraus eine Formkurve erstellt werden kann.“, setzt Kirchmair fort. Dadurch sollte die Präzision und Exaktheit des Detektors verbessert werden. Dieser wurde bei einem Projekt 2009 von einem anderen „Jugend- forscht“-Team entwickelt. Die Idee, sich damit zu befassen kam von ihrem Physiklehrer. „Fasziniert hat uns, dass das Projekt komplex ist und trotzdem elegante Ergebnisse liefert“, erläutert der Reichersbeurer.

Mit dem Sieg auf Landesebene habe er nicht gerechnnet, „wir haben uns natürlich sehr darüber gefreut“, sagt er 17-Jährige. Auch in Zukunft kann er sich vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten und zu forschen: „Ein Physikstudium kommt für mich schon in Frage.“

Nieraad dagegen strebt lieber ein Informatikstudium an. „Wir haben eine Simulation geschrieben, für die war hauptsächlich ich verantwortlich“, so der 16-Jährige.

Vom 25. bis 28. Mai wird sich im Bundesfinale zeigen, ob es für die beiden für einen weiteren Sieg reicht.

Tamara Scheid

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