Die Tölzer Stadtkapelle ist und bleibt bestes Blasorchester im Bezirk Ober- und Niederbayern des Musikbunds. Beim Muttertagskonzert am Sonntag im Kurhaus gab es für die Musiker großen Beifall. Foto: bib

Auszeichnungen und großes Lob für die Tölzer Stadtkapelle:

„Ich bin stolz auf euch“

Bad Tölz - Nach dem hervorragenden Auftritt der Tölzer Stadtkapelle beim Wertungsspiel in Bad Kissingen (wir berichteten) wurde das Ensemble nun beim Muttertagskonzert in der Heimatstadt gewürdigt.

Es war ein Muttertagskonzert der besonderen Art – voll des Lobes für die Musiker und garniert mit mehreren Auszeichnungen. Die Musiker unter der Leitung von Josef Kronwitter bekamen nicht nur den Tölzer Löwen überreicht, sondern auch der Musikbund Ober- und Niederbayern (MON) zeichnete das Ensemble aus. Denn die Tölzer sind und bleiben bestes Blasorchester im MON.

„Ich freu’ mich riesig über die Auszeichnung, aber langsam ist es auch Zeit geworden“, sagte Kronwitter schmunzelnd zu Friederike Steinberger, geschäftsführende Präsidentin des MON. Die Auftritte bei Wertungsspielen seien für die Musiker ein „Riesenstress“. „Ich bin stolz auf euch“, lobte Kronwitter das Ensemble. Steinberger würdigte nicht nur die sehr erfolgreichen Wertungsspiele, sondern auch die Arbeit Kronwitters mit der Jugendkapelle.

Letzteres war auch ein Kriterium für die Stadt, den Tölzer Löwen zu verleihen. „Junge Talente werden schon sehr früh an die Ensemblearbeit herangeführt“, sagte Dritter Bürgermeister Christof Botzenhart in seiner Laudatio. Die Stadtkapelle sei buchstäblich spitze. Dabei bestehe das Ensemble ausschließlich aus Laien, die sich musikalisch fortbildeten und einen großen Teil ihrer Freizeit in aufwendige Probenarbeit steckten. „Viele öffentliche Anlässe in unserer Stadt erhalten durch euren Auftritt einen würdigen Rahmen.“

Trotz aller Ehrungen und Reden stand beim Muttertagskonzert die Musik im Vordergrund. Die Stadtkapelle bot den Zuhörern wieder große Momente. Die Damen seien eingeladen, so Moderator Michael Lindmair, bei Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“ die Augen zu schließen und mit Gene Kelly durch die Straßen zu tanzen. Weitere Melodien, um in Erinnerungen zu schwelgen, boten die Musiker mit dem Potpourri aus vier der größten Hits von Simon & Garfunkel, darunter „The Boxer“ und „Sound of Silence“.

Symphonischen Klang zeigten sie unter anderem mit dem sehr melodiösen Ersten Militärmarsch von Franz Schubert. Viel Applaus gab es auch für die Solisten. Anton Margreiter und Florian Kronwitter brillierten im Trompeten-Duett in „Die Perlen“ von Henry Kling. Getoppt wurden sie nur noch von Josef Scharf, der ein fulminantes Klarinettensolo in „Tico Tico“ vortrug. Andreas Langanki, Lehrer an der Tölzer Musikschule und einer der drei Profis unter den über 60 Laienmusikern, bot ein Schlagzeugsolo auf allen ihm zur Verfügung stehenden Oberflächen, und Tobi Kunert zeigte seine Künste an der Trommel. Ein emotionales Ende fand das Konzert dann mit der zweiten Zugabe, Frank Sinatras „My way“. (bib)

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