Die Kulturpreisträger 2016. Foto: Pröhl

Auszeichnungen verliehen

Landkreis feiert Kulturpreisträger

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Bad Tölz - Im Beisein zahlreicher Künstler sind am Mittwochabend die Kulturpreises des Landkreises vergeben worden. Landrat Josef Niedermaier lobte das Engagement der Kulturschaffenden.

Rund 200 Gäste waren zu der Verleihung ins Tölzer Landratsamt gekommen, unter ihnen einige Preisträger der vergangenen Jahre. „Kunst und Kultur sind ein wesentliches Element in diesem Landkreis“, sagte Landrat Josef Niedermaier eingangs. Und er bekannte, dass es auch für ihn durchaus überraschend sei, in welchen Genres gearbeitet werde. Niedermaier lobte das große Engagement der Kulturschaffenden. Dadurch werde die Region auch weit überregional bekannt. „Um die Bandbreite der Künstler in unserem Landkreis darstellen zu können, sollen diese Preise verliehen werden.“ Freilich, so Niedermaier, sei es schwierig, „alles abdecken zu können“. 

Die Jüngsten an diesem Abend durften zuerst auf die Bühne – nämlich die Musiker der Geretsrieder Nachwuchsband Max. Die Laudatio für die Träger des Förderpreises hielt Assunta Tammelleo von der Kleinkunstbühne Hinterhalt in Geretsried-Gelting. Dort hatten die jungen Musiker nämlich auch ihren ersten Auftritt, erinnerte sich Tammelleo in einer mütterlich-liebevoll geprägten Festrede. „Damals stand ich am Tresen und war sehr beeindruckt“, erzählte Tammelleo, als sie Bandleader Maximilian Wagner (heute 22) als 15-Jährigen mit der akustischen Gitarre auf der Bühne sitzen sah und singen hörte. 

Im Anschluss würdigte Laudatorin Claudia Fischer, Kunstphilosophin und Performancekünstlerin, das Werk der in Wackersberg lebenden Bildhauerin Sabrina Hohmann. Sie erhält heuer den Kunstpreis. Hohmann gehe es nicht darum, etwas Neues zu erfinden, sondern auf Bestehendes „genau zu schauen und zuzuhören“, sagte Fischer. In Hohmanns Werken komme die Faszination, aber auch die Fremdheit der Natur gleichmaßen zum Ausdruck. Sie sei eine „Bewahrerin des Tierwesenhaften“, so Fischer. 

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte an diesem Abend die Jazzband „DC Alcodas“ aus Geretsried, die für ihren Stil großen Beifall bekam, unter anderem für ihre Interpretation des Klassikers „The Girl from Ipanema“. „Wie sollen wir jetzt bloß wieder den Bogen nach Harmating bekommen“, scherzte Gerd Holzheimer, als er im Anschluss die Laudatio für Albert von Schirnding (Kulturehrenbrief) halten sollte. Er, Holzheimer, habe mit dieser Einladung gerungen. „Steht das einem seiner ehemaligen Schüler überhaupt zu, noch dazu, weil ich so grottenschlecht war“, scherzte Holzheimer. 

Der Schriftsteller und Chefredakteur der Zeitschrift „Literatur in Bayern“ erzählte auf sehr humorvolle Art und Weise von einigen Jahren am Münchner Ludwigsgymnasium.  „Schirnding lehrte uns das hohe Lied der Menschlichkeit.“ Landrat Niedermaier überreichte dem 81-Jährigen neben dem Kulturehrenbrief noch eine Karikatur von Hans Reiser, ebenfalls Kunstpreisträger. 

Den ganzen Text lesen Sie am Freitag im Tölzer Kurier. 

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