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Die Bauarbeiten am Tölzer Parkhaus sind schon vielen Autofahrern aufgefallen. Der Hintergrund: Die Stadtwerke richten hier ihre dritte Ladestation für Elektroautos ein. 

Elektromobilität

Autobesitzer fahren auf E-Tankstellen ab

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Bad Tölz – Die Elektromobilität nimmt im Landkreis offenbar Fahrt auf. Die Nachfrage an den beiden Gratis-Ladestationen in Bad Tölz ist größer als gedacht. Eine dritte E-Tankstelle entsteht gerade.

Wer ins Tölzer Parkhaus fährt, für den ist es nicht zu übersehen: Links von der Einfahrt haben Arbeiter einen Schacht ausgehoben, Kabel verlegt, und ein Bagger ist zugange. Der Hintergrund: Die Tölzer Stadtwerke installieren hier ihre dritte Tankstelle für E-Autos in der Stadt. Die Ladestationen sind ein voller Erfolg.

Zwei Elektrotankstellen der Stadtwerke sind bereits in Betrieb: eine auf dem Parkplatz am Kreisverkehr Osterleite, direkt neben dem Stadtwerke-Gebäude; die andere vor der Kfz-Zulassungsstelle auf der Flinthöhe. „Diese Infrastruktur bauen wir jetzt weiter aus, so dass Norden, Süden und Mitte der Stadt versorgt sind“, erklärt Christian Eichberger, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken. Das Parkhaus betrachte man als günstigen Standort, da es auch von vielen Autofahrern von auswärts angesteuert wird. Aktuell laufen laut Eichberger die Erdarbeiten sowie die Installation. Voraussichtlich kommende Woche oder die Woche darauf könnten E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug dort anschließen.

Vorerst ist das Stromtanken dort ebenso wie auf der Flinthöhe und an der Osterleite kostenlos. Das werde sich aber wahrscheinlich im Herbst ändern, so Eichberger. „Die beiden bestehenden Stromtankstellen werden, anders als wir es am Anfang eingeschätzt hatten, sehr gut angenommen“, sagt er. Tagtäglich würden E-Autos die Ladestationen anfahren, insbesondere die an der Osterleite werde „sehr stark genutzt“. Anfangs hatten die Stadtwerke den Strom kostenfrei zur Verfügung gestellt, um die E-Mobilität anzukurbeln. Da der Verbrauch nun aber schneller anstieg als kalkuliert, ist das Gratis-Angebot für das Unternehmen auf Dauer nicht mehr tragbar. „Wenn man es hochrechnet, kommt da doch einiges zusammen“, sagt Eichberger.

Auch in Zukunft werde der Strom aus der E-Zapfsäule aber nicht teurer sein als im ganz normalen Haushalt – eher günstiger. Zum Bezahlen brauchen die Autofahrer weder Münzen noch EC-Karte. „Sie können eine Hotline anrufen, dann bekommen sie die Ladestation freigeschaltet, und der Betrag wird von der Kreditkarte abgebucht.“ Alternativ sei auch die Bezahlung über Paypal oder SMS möglich. „Oder man schließt einen Autolade-Stromvertrag mit uns ab.“ Dann kann der Nutzer die Ladestation über eine App freischalten – und gleichzeitig bundesweit über 8000 Ladestationen anderer Anbieter nutzen.

Mit der Einrichtung der Tankstelle im Parkhaus sind die E-Mobilitäts-Aktivitäten der Stadtwerke noch nicht am Ende. „Aktuell haben wir noch weitere Stationen in Planung“, sagt Eichberger – in diesem Fall als Geschäftsführer des Stadtwerke-Zusammenschlusses „17er Oberlandenergie“. Auch am Geretsrieder Karl-Lederer-Platz sowie bei den Penzberger Stadtwerken soll das Stromtanken künftig möglich sein.

Eichberger: „Zudem wollen wir demnächst eine App zur Verfügung stellen, mit der die Autofahrer nachsehen können, ob eine bestimmte Ladestation gerade frei ist. Dann wird es auch möglich sein, eine Ladestation zu reservieren.“

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