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Ampeln falsch programmiert? Diesen Eindruck haben viele Autofahrer.

Reichlich Stau

Autofahrer sehen auf der Tölzer Flinthöhe Rot: Das antwortet das Staatliche Bauamt

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Schon wieder Ampel-Chaos auf der Flinthöhe? Auf jeden Fall gibt es in jüngster Zeit auffallend viele und lange Staus. An den Ampeln liege das aber nicht, versichert eine Verantwortliche.

Bad Tölz– Die Ampeln auf der Tölzer Flinthöhe: Bei diesem Thema sehen nach wie vor viele Autofahrer Rot. Gerade in den vergangenen Tagen und Wochen bildeten sich wieder lange Staus auf der B 472 und der B 13.Seit die Ampeln vor drei Wochen bei einem Gewitter ausfielen, haben etliche Verkehrsteilnehmer den Eindruck, dass die Rot- und Grünphasen nicht mehr optimal abgestimmt sind – schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gab es bekanntlich zur Genüge, als die jetzigen provisorischen Ampeln vergangenen Herbst aufgestellt wurden.

„Wir haben dazu mehrere Meldungen bekommen und sind ihnen intensiv nachgegangen“, erklärt Sachgebietsleiterin Julia Schneider vom Staatlichen Bauamt Weilheim auf Anfrage des Tölzer Kurier. Dreimal habe die Behörde die Dachauer Firma Schott einbestellt. Dieses Unternehmen hat die provisorischen Ampeln ans Staatliche Bauamt vermietet. Bei den Kontrollen seien aber keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. „Alles läuft wie immer“, sagt Schneider.

Die Probleme führt Julia Schneider auf andere Faktoren zurück. „Wir haben uns hingestellt und den Verkehr genau beobachtet“, berichtet sie. Es sei festzustellen, dass der Verkehr auf der Flinthöhe in den vergangenen Wochen stark zugenommen habe. Dies könne damit zu tun haben, dass sich ein Teil des Verkehrs wegen innerstädtischer Baustellen – etwa zum Verlegen von Glasfaserkabeln – auf die Umgehungsstraße verlagert habe. „Außerdem hatten wir zuletzt sehr schönes Wetter. Deshalb hat der Ausflugsverkehr zugenommen“, sagt Schneider. So seien auffallend viele Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen sowie Ski- und Fahrradständern auf dem Dach unterwegs. Eine Beobachtung: Speziell am Mittwochnachmittag sei besonders viel los – warum auch immer.

„Dieser Verkehrsknotenpunkt ist ohnehin überlastet“, sagt Julia Schneider. Schon kleine Störfaktoren könnten für Staus sorgen. „Es reicht schon, dass mal drei Autofahrer hintereinander bei Grün nicht ordentlich zufahren“, meint die Spezialistin.

Aus der Ampelschaltung sei das Optimale herausgeholt, versichert sie. Eine Verbesserung sei von den neuen Ampeln zu erwarten, die wie berichtet bis Oktober an sieben Kreuzungen in Bad Tölz und Benediktbeuern aufgestellt werden. „Sie verfügen über deutlich mehr Technik, können den Verkehr besser über Induktionsschleifen und Kameras erkennen und intelligenter reagieren.“ Aber auch das werde die Verkehrssituation auf der Flinthöhe „nur angenehmer machen, aber nicht komplett die Probleme lösen. Eine richtige Entlastung wird es erst durch die Nordspange geben.“

Noch eine Veränderung ist einigen Autofahrern aufgefallen: Bislang waren die Ampeln nachts ausgeschaltet – jetzt muss man zum Beispiel schon vor 6 Uhr morgens von der Albert-Schäffenacker-Straße kommend warten, obwohl auf der B 472 kaum Verkehr herrscht.

Julia Schneider bestätigt dies. Seit 2012 gelte eine Richtlinie, die aus Sicherheitsgründen den 24-Stunden-Betrieb vorschreibt. Deswegen laufen die Ampeln nun durchgehend. Nachts gilt für die Bundesstraße dabei Dauergrün. Für den Verkehr von den Seitenarmen springt die Ampel nur auf Grün, wenn ein Auto heranfährt. „Falls ein Fahrzeug mit der Schnauze weit über der Haltelinie steht, kann es etwas länger dauern, bis es über die Kamera erkannt wird“, so Schneiders Hinweis. Ihr Tipp: Für eine optimale Erkennung sollte das Auto mit den Scheinwerfern einen Meter vor der Linie stehen.

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