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Vor dem Amtsgericht

Azubi schlägt Taxifahrer: Tölzer (21) nach Rauferei am Amortplatz verurteilt

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Ein Streit am Taxistand bescherte einem jungen Tölzer Ärger mit der Justiz.

Bad Tölz/Wolfratshausen Der 21-Jährige wurde vom Jugendgericht am Amtsgericht in Wolfratshausen wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu 500 Euro Geldbuße sowie einem sechsmonatigen Alkoholverbot verdonnert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Auszubildende am 9. März dieses Jahres gegen 4.39 Uhr einen Taxifahrer mit einem Schlag auf die Nase verletzt hat. Bei der Rangelei waren zudem Jeans und Jacke des Taxifahrers aufgeschürft worden.

Angeklagter hat andere Sichtweise auf das Geschehen

Der Angeklagte hatte eine etwas andere Sichtweise auf das Geschehen. Zwar habe er alkoholbedingt nur noch eine schwache Erinnerung an den Vorfall – zur Tatzeit lag sein Alkoholpegel bei 1,4 Promille –, aber er sei sich sicher, dass er damals von einem Freund am Amortplatz in ein freies Taxi verfrachtet worden war, ließ er seinen Verteidiger erklären. Der Fahrer habe ihn rausschmeißen wollen, weil er das erste Taxi nehmen sollte. „Der Taxifahrer zerrte ihn raus, dann gab es ein Gerangel“, sagte Rechtsanwalt Stephan Tschaidse.

Trauer um Pater Leo Weber

„Es gibt die Regel: Immer der erste in der Reihe sollte losfahren“, sagte der Taxifahrer, warum er den Angeklagten an seinen Kollegen verwiesen hatte. Weil der Azubi sich trotzdem ins Auto setzen wollte, sei er zu ihm gegangen und habe ihn aufgefordert auszusteigen. „Er packte mich an der Jacke und versuchte, mich zu Boden zu ziehen“, schilderte der Taxifahrer vor dem Richter. Dann habe der 21-Jährige auf ihn eingeschlagen, beide seien dabei zu Boden gegangen.

Zeuge bestätigt Rauferei auf dem Boden

Ein Zeuge konnte bestätigen, dass sich zwei Personen auf den Pflastersteinen am Taxistand wälzten: „Wie es dazu gekommen ist, habe ich nicht gesehen.“ Als er herbeieilte, um dem Taxifahrer zu helfen, sei der Angeklagte verschwunden.

„Ich glaube, da war einfach einer stur und wollte seiner Beförderungspflicht nicht nachkommen“, fasste der Verteidiger seine Erkenntnisse zusammen. Er sei eher geneigt, seinem Mandanten zu glauben und bat das Gericht, „im Zweifel für den Angeklagten“ zu entscheiden.

Für Richterin Andrea Titz stellte sich die Sache jedoch so dar wie vom Taxifahrer geschildert. „Eine alkoholbedingte Enthemmung ist kein Freibrief, dass man sich benehmen kann, wie man will“, gab die Richterin dem Auszubildenden mit auf den Weg. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

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