„Ein großes Dankeschön lieber Otmar“: Landrat Josef Niedermauer bei der Trauerrede für den Verstorbenen Altlandrat.
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„Ein großes Dankeschön lieber Otmar“: Landrat Josef Niedermauer bei der Trauerrede für den Verstorbenen Altlandrat.

Beerdigung von Otmar Huber

Bad Tölz: Abschied vom verstorbenen Altlandrat Otmar Huber

Der Landkreis und die Stadt Bad Tölz haben am Freitag, 30. April, Abschied genommen von Dr. Otmar Huber, dem Altlandrat, dem die Region Bad Tölz-Wolfratshausen so viel zu verdanken hat.

Bad Tölz - Gewiss hätten sich viel mehr Menschen von dem verdienten Politiker verabschieden wollen, als die Pandemie-Regularien gestatteten. Bei der Messe in der Stadtpfarrkirche betrug die erlaubte Höchst-Personenzahl 140, die Beisetzung am Tölzer Waldfriedhof war den engsten Verwandten und ausgesuchten sehr guten Freunden vorbehalten.

Als der Sarg unter weiß-blauem Himmel und von Sonnenstrahlen beschienen von der Aussegnungshalle zur letzten Ruhestätte Otmar Hubers gebracht wurde, schritt eine Abordnung der Tölzer Schützenkompanie 1705 voran, bei der der Verstorbene viele Jahrzehnte Mitglied gewesen war. Rund um das Grab im neuen Teil des Friedhofs gruppiert waren zahlreiche Gebinde und Kränze, einer davon von Ministerpräsident Markus Söder.

Altlandrat Otmar Huber fand am Tölzer Waldfriedhof seine letzte Ruhe

Für einige besonders ergreifende Momente sorgte Josef Kronwitter, der Dirigent der Tölzer Stadtkapelle, der als Trompetensolo „My Way“ intonierte, ein Frank-Sinatra-Lied, das wie eigens dafür komponiert zum gradlinigen Weg von Otmar Huber durch ein 93 Jahre währendes und durchaus nicht immer leichtes Leben passte. Stimmungsvoller Höhepunkt des Gottesdienstes in der Stadtpfarrkirche war das Orgelspiel von Christoph Heuberger. Gesänge der Gläubigen verbieten die Corona-Regeln derzeit bekanntlich.

Zu Ehren Otmar Hubers: Viele Blumenkränze zum Abschied - auch von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder

In einer kurzen Ansprache nahm der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner Abschied von seinem prominenten Mitbürger. In Anwesenheit von Hubers Amtsnachfolger Manfred Nagler hielt Josef Niedermaier, der amtierende Landrat, eine sehr persönliche Trauerrede. Er ließ noch einmal Hubers Werdegang Revue passieren, erinnerte an Höhen und Tiefen in der politischen Laufbahn von Otmar Huber, dessen Wirken schon durch das Bestehen des von ihm mit geschaffenen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen unvergessen bleiben wird. Der Verstorbene habe mit Weitsicht die Welt von morgen gestaltet, attestierte Niedermaier und gab freimütig zu, Otmar Huber stets bewundert zu haben, etwa für dessen Energie und auch das sportliche Leistungsvermögen.

Im neuen Teil des Waldfriedhofs hat Otmar Huber seine letzte Ruhe gefunden. Vorne rechts der Kranz von Ministerpräsidenten Markus Söder.

Der Tölzer Stadtpfarrer Peter Demmelmair fand in seiner anrührenden Predigt Worte des Trostes für die trauernden Hinterbliebenen und beschwor „den festen Glauben an die Auferstehung“. Demmelmair ist überzeugt, dass Huber in den Himmel kommt: „Der Otmar wird am Eingang ganz bestimmt gleich durchgewunken.“ (Hans Staar)

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