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Gasleck sorgt für Explosionsgefahr in Bad Tölz: Schaden durch nächtlichen Einsatz behoben

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Nachtbaustelle an der Tölzer Wachterstraße nach einem Gasleck
Noch in der Nacht wurde der Schaden von den Stadtwerken repariert. © Feuerwehr Bad Tölz

Zu einem Großeinsatz rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Montagabend aus. Direkt unterhalb der Mühlfeldkirche ist gegen 17.30 Uhr eine Gasleitung beschädigt worden. Drei Häuser wurden evakuiert. Noch in der Nacht wurde der Schaden behoben.

Update vom 25. August: Noch in der Nacht haben die Tölzer Stadtwerke den Schaden an der Gasleitung unterhalb der Mühlfeldkirche behoben. Das war durchaus eine Herausforderung. Denn die Leitung, die von unten angebohrt worden war und mit Erdreich überdeckt war, konnte nicht einfach freigelegt werden, da unablässig Gas aus dem Leck strömte.

Mit einem Tieflader wurden gegen 20 Uhr deshalb zwei Bagger von der Firma Willibald angeliefert. Die beiden Baggerführer hoben vor und hinter der Schadstelle Baugruben aus und legten so die Leitung frei. „Dazu braucht man schon sehr versierte Leute, die genau wissen, wo sie graben müssen“, sagt Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach. Die freigelegte Leitung wurde vor und hinter dem Leck angebohrt und jeweils mit einer Dichtungsblase verschlossen. „Das kann man sich wie einen Luftballon vorstellen“, sagte Landrat Josef Niedermaier, der am Montag vor Ort war. Damit war der Gasaustritt gestoppt, und die Stadtwerke konnten mit den Reparaturarbeiten beginnen. Am Morgen standen dann Asphaltierungsarbeiten an der beschädigten Fahrbahn an.

Update vom 24. August, 22.44 Uhr: Aufatmen für Einsatzkräfte und Anwohner. Der Gasaustritt ist gestoppt, der Großeinsatz ist knapp eine Stunde früher als erwartet erfolgreich abgeschlossen worden. Die 15 evakuierten Personen dürfen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Für die Stadtwerke ist die Arbeit aber noch nicht beendet. Experten des Energiedienstleisters werden noch die Nacht über versuchen den Schaden an der Leitung zu beheben. Am Dienstag kann es noch zu Behinderungen an der Wachterstraße kommen. Eine Firma wird Asphaltierungsmaßnahmen vornehmen.

Bad Tölz: Nach einer Spühlbohrung tritt Gas aus - Feuerwehr vor Ort

(Erstmeldung) Bad Tölz - Der Großeinsatz an der Wachterstraße in Bad Tölz läuft zur Stunde (Montag, 19.52 Uhr) noch. Die Straßen rund um den Einsatzort unterhalb der Mühlfeldkirche sind gesperrt. Gegen 17.30 Uhr ging bei den Tölzer Stadtwerken die Meldung einer Tiefbaufirma ein, dass sie bei einer Spülbohrung vermutlich eine Gasleitung beschädigt haben. „Beim Eintreffen vor Ort war bereits starker Gasgeruch wahrnehmbar“, sagt Wolfgang Stahl von den Tölzer Stadtwerken. Die Firma hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Straße gesperrt. „Wir haben versucht, die Schadensstelle abzudichten“, sagt Stahl. Allerdings sei das nicht möglich gewesen, weil das eigentliche Leck immer noch von Erdreich bedeckt war und Grabarbeiten zu gefährlich gewesen wären. „Die Schadensstelle war nicht zugänglich.“

Gasalarm an der Wachterstraße: Feuerwehr evakuiert 15 Bewohner

Tatsächlich war zu diesem Zeitpunkt bereits so viel Gas ausgetreten, dass im Umkreis Explosionsgefahr bestand. Die Tölzer Feuerwehr, die mit etwa 40 Kräften, im Einsatz war, räumte daher an der Wachterstraße die Hausnummern 12, 15 und 17. Etwa 55 Bewohner seien dort gemeldet, sagt der Tölzer Kommandant Thomas Fuchsgruber. „Wir haben aber nur 15 angetroffen.“ Die Bewohner der etwas weiter entfernt liegenden Gebäude wurden mittels Megafon-Durchsage gebeten, Fenster geschlossen zu halten und das Haus nicht zu verlassen, solange der Einsatz läuft.

Einsatz der Feuerwehr wegen eines Gaslecks unterhalb der Mühlfeldkirche in Bad Tölz
Bei Bohrungsarbeiten unterhalb der Tölzer Mühlfeldkirche wurde eine Gasleitung beschädigt. © Rainer Bannier

Die Stadtwerke gehen zur Stunde (20.05 Uhr) davon aus, dass der Einsatz bis etwa Mitternacht dauern wird. Der Plan ist, die Leitung vor und hinter der Schadensstelle zu verschließen. Dann kann das Leck freigelegt und repariert werden. Die Gasversorgung der Häuser bleibt weiter erhalten.

Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK und Polizei an der Mühlfeldkirche in Bad Tölz
Zahlreiche Einsatzkräfte von Tölzer Feuerwehr, BRK-Rettungsdienst und Polizei sowie die Stadtwerke sind zur Stunde im Einsatz. © Veronika Ahn-Tauchnitz

BRK-Rettungsdienst ist mit 15 Einsatzkräften vor Ort

Warum aber kann man das Gas nicht einfach abdrehen? Das gehe - aber nur in relativ großen Zonen, sagt Stahl. Die Folge wäre, dass in hunderten Haushalten die Heizungsanlagen eine Störung anzeigen und abschalten. „Letztlich müssten wir in alle Häuser rein und die Anlagen wieder hochfahren - und viele Leute sind derzeit noch im Urlaub“, sagt Stahl. Insgesamt könnte es Wochen dauern, bis das gesamte System wieder laufe.

Neben der Feuerwehr und der Polizei ist auch der BRK-Rettungsdienst mit 15 Kräften vor Ort. Die Helfer kümmern sich - falls nötig - um die Evakuierten, übernehmen aber auch die Eigensicherung der Feuerwehreinsatzkräfte, erläutert Lukas von Stülpnagel, Einsatzleiter Rettungsdienst.

Im Juli musste die Tölzer Feuerwehr zu einem Großbrand am Lettenholz ausrücken. Dort hatte ein Blitz ein Mehrfamilienhaus in Brand gesteckt.

Auch eine Bootstour bei Hochwasser auf der Isar löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.

Erfolg für die Polizei: Angriff auf Lenggrieserin an der Isar: Polizei verhaftet Tatverdächtigen nach entscheidendem Zeugenhinweis

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