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Neun Frauen feierten gemeinsam auf einer Berghütte, für einen Partygast endete das schmerzhaft (Symbolbild).

Aussagen widersprechen sich

Neun Mädels lassen es auf Berghütte krachen - doch der Junggesellinnen-Abschied nimmt bitterböses Ende

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Wer hat wann was gemacht? Und wer steuerte das Quad? Mit diesen Fragen musste sich das Amtsgericht nun auseinandersetzen, als es um einen Unfall nach einem Junggesellinnen-Abschied im vergangenen Jahr ging.

Bad Tölz-Wolfratshausen Die Anklageschrift umfasste nur wenige Zeilen. Am Rande eines Junggesellinnen-Abschieds auf einer Berghütte im Isarwinkel soll eine junge Münchnerin (25) ein Quad gegen einen Baum gesteuert haben. Bei dem Sturz mit dem Geländefahrzeug zog sich der Beifahrer (42) eine Brustbeinprellung zu. Weil im Krankenhaus bei der Fahrerin eine Blutalkoholkonzentration von 1,8 Promille festgestellt wurde, musste sich die Studentin wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs vor dem Amtsgericht Wolfratshausen verantworten. Die Frau wurde freigesprochen.

Bad Tölz/Bayern: Junggesellinnen-Abschied nimmt schmerzhaftes Ende

Der Vorfall hatte sich am 30. Juni vorigen Jahres vermutlich gegen 22 Uhr ereignet. Genauer ließ sich der Zeitpunkt nicht einordnen, weil sich der verletzte Unfallbeteiligte nach eindringlicher Belehrung des Richters, dass er sich mit seiner Aussage nicht selbst der Strafverfolgung aussetzen müsse, nicht mehr zum Unfallgeschehen äußerte. Der 42-Jährige, auf dessen Hütte sich die neun Mädels gegen 19 Uhr zum Feiern eingefunden hatten, räumte lediglich ein, dass er zu vorgerückter Stunde die Idee gehabt habe, mit seinem Quad noch kurz ins Tal zu fahren. Zuvor hatte wohl die Angeklagte den Wunsch geäußert, so ein Gefährt mal steuern zu dürfen. Der Wirt gab an, eine Angestellte habe ihn und die junge Frau später hinuntergefahren. Im Tal habe man bei einem befreundeten Gastwirt noch etwas getrunken und dann den Rückweg angetreten – nunmehr mit der Beschuldigten am Steuer.

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Bad Tölz/Bayern: „Mein erster Gedanke war, sie ist betrunken“

Das klang plausibel, bis die Organisatorin des Junggesellinnen-Abschieds ihre Aussage machte. Gegen 20.30 Uhr habe sich ihre Freundin zur Quadtour verabschiedet. Als sie gegen 23 Uhr noch immer nicht zurück gewesen sei, habe sie versucht, telefonisch Kontakt mit ihr aufzunehmen. Was jedoch nicht gelang, weder zu ihrer Freundin habe sie eine Verbindung herstellen können, noch zum Hüttenwirt, der sie begleitet hatte. Irgendwann sei der Mann dann plötzlich aus der Küche gekommen. Auf die Frage nach dem Verbleib der Münchnerin habe er geantwortet: „Die ist nicht mehr so fit.“ Die Angeklagte habe er zuvor in sein Bett gelegt, erzählte die Zeugin. „Mein erster Gedanke war, sie ist betrunken.“ Erst etwas später habe sie Blutergüsse gesehen und eine Platzwunde am Hinterkopf. Daraufhin habe sie veranlasst, dass ihre Freundin ins Krankenhaus gebracht wurde.

Mutmaßungen, dass der jungen Frau, die sich an nichts erinnern konnte, womöglich K.o.-Tropfen oder ähnliches verabreicht worden seien, erwiesen sich nach Auswertung der Blutuntersuchungen allerdings als unbegründet.

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Bad Tölz/Bayern: Richter gibt Frau noch einen Hinweis mit

Was tatsächlich geschehen war, blieb unklar. Da es weder für die nächtliche Fahrt noch für den Unfall Augenzeugen gab, wurde die Angeklagte freigesprochen. „Die Fahreigenschaft ist nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Es gibt auch andere Möglichkeiten“, begründete Richter Helmut Berger sein Urteil.

Das Gericht ordnete an, dass der jungen Frau der Führerschein, den sie am 9. Januar dieses Jahres hatte abgeben müssen, umgehend wieder auszuhändigen sei.

„Und in Zukunft passen Sie mit Alkohol ein bisschen auf, auch bei Junggesellinnenabschieden“, gab Richter Berger der jungen Frau mit auf den Weg. „Das hätte schlimmer ausgehen können.“

Derweil beschäftigt Vandalismus derzeit die Polizei in Herrsching. Dort wurde ein Kiosk beschmiert, doch gleichzeitig tauchte auch ein Video auf, berichtet Merkur.de*.

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