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Schwarzenberger (CSU) macht für Bezirkstag das Rennen - Doch was ist mit Konrad Specker ?

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Von: Andreas Steppan

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© ARP

Die Wähler gaben Thomas Schwarzenberger das Direktmandat für den Bezirkstag. Schafft über die Liste auch Konrad Specker den Sprung?

Bad Tölz-Wolfratshausen – Im Bezirkstag wird der Stimmkreis auch künftig von Thomas Schwarzenberger (CSU) vertreten. Der Krüner Bürgermeister vereinte die meisten Erststimmen auf sich. Bis Redaktionsschluss am Montag waren offiziell 179 von 195 Stimmbezirken ausgezählt, Schwarzenberger lag bei 36,9 Prozent, wodurch ihm das Ditektmandat sicher ist. Über die Liste zieht voraussichtlich auch der Heilbrunner Konrad Specker (Freie Wähler) erneut in den Bezirkstag ein.

Schwarzenberger musste deutlich Federn lassen

Im Vergleich zur Wahl 2013 musste Schwarzenberger allerdings deutlich Federn lassen. Kam er damals noch auf ein Ergebnis von 48,5 Prozent, sackte er am Sonntag um 11,6 Prozentpunkte ab. „Mein persönliches Ergebnis führe ich auf den Gesamttrend zurück“, kommentierte er am Montag. „Meine Verluste entsprechen in etwa denen, die die CSU bayernweit zu verzeichnen hat und sind kein Ausreißen nach unten.“ Zwar hätte er „gern ein besseres Ergebnis erzielt“ und habe im Wahlkampf auch „viel dafür getan“. Unterm Strich zeigt sich der Krüner aber zufrieden. Sein „Hauptziel“, nämlich wieder in den Bezirkstag einzuziehen, habe er erreicht.

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Thomas Schwarzenberger, CSU

Große Rückendeckung erfuhr Schwarzenberger vor allem aus seiner Heimatgemeinde. In Krün gaben ihm 71,7 Prozent der Wähler ihre Erststimme. Auch in den Nachbarkommunen Wallgau (70,1) und Mittenwald (56,5) schnitt er besonders stark ab. „Das ist für mich eine schöne Bestätigung. Wenn man einen solchen Rückhalt genießt, ist das eine schöne Bestätigung“, sagt Schwarzenberger. Auffällig ist, dass die CSU in Grainau, Wallgau, Mittenwald und Farchant (alle Landkreis Garmisch-Partenkirchen) bei den Zweitstimmen hinter den Freien Wählern lag. Auch dafür hat Schwarzenberger eine Erklärung: Hier gaben besonders viele Menschen ihre Zweitstimme dem Garmischer Landrat Anton Speer, der im hiesigen Stimmkreis über die FW-Liste wählbar war.

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In Bad Heilbrunn lag Konrad Specker vorne

Weniger stark schnitt Schwarzenberger in den Städten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ab. In Wolfratshausen kam er auf 31,0, in Geretsried auf 33,1 und in Bad Tölz auf 31,7 Prozent. In Icking musste er sich mit 28,7 Prozent dem grünen Direktkandidaten Georg Buchwieser geschlagen geben. Und in Bad Heilbrunn hatte der CSU-Mann das Nachsehen gegenüber dem Freie-Wähler-Bewerber Specker, der in seiner Heimat mit 33,7 Prozent sein stärkstes Ergebnis einfuhr.

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Konrad Specker, Freie Wähler

In Bad Heilbrunn hatte Specker vor fünf Jahren zwar mit 44,0 Prozent ein noch stärkeres Resultat erzielt. Insgesamt aber konnte er seinen Stimmenanteil von 14,7 auf 16,6 Prozent erhöhen. Außer in Bad Heilbrunn schnitt er auch in den Nachbargemeinden Bichl und Benediktbeuern sowie einigen Isarwinkel-Kommunen überdurchschnittlich ab. Specker zeigte sich am Montag erfreut über sein Ergebnis. „Ich sehe es weniger im Zusammenhang mit der allgemeinen Stimmung in Bayern, sondern als Wertschätzung meiner geleisteten Arbeit.“ Die Tätigkeit des Bezirkstags stehe zwar häufig eher „im Schatten“. Es gebe aber auch immer wieder örtliche Themen, mit denen sich die Wähler an ihn wenden, aktuell etwa die anstehende Schließung der betreuten Wohngemeinschaft für Hirnverletzte im Tölzer Haus Wildstein (wir berichteten).

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Starker Zuwachs für die Grünen

Eine Bestätigung, dass er auch dem neuen Bezirkstag angehört, hatte Specker am Montag noch nicht, machte sich aber berechtigte Hoffnungen. Er kandidierte auf Platz 4 der FW-Liste. Schon bisher waren die Freien Wähler mit sechs Mandtagsträgern im Bezirkstag vertreten und verzeichneten nun deutliche Zugewinne – allein im Stimmkreis von 9,3 auf 17,7 Prozent.

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Georg Buchwieser, Grüne

Ähnlich stark war der Zuwachs für die Grünen. Bei den Erststimmen wurde Specker sogar vom grünen Kandidaten Georg Buchwieser von Platz zwei verdrängt. Der Unterammergauer brachte es auf 17,5 Prozent. Er war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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ast

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