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Vorerst leer bleiben die Kinosäle im Landkreis. Film-Fans müssen sich wohl noch eine Weile gedulden.

Kinos im Landkreis

Bad Tölz: Die Leinwände bleiben dunkel

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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Die Vorgaben sind den Betreibern zu unsicher: Deshalb bleiben die Kinos im Landkreis derzeit noch geschlossen - obwohl sie grundsätzlich wieder öffnen dürften.

Bad Tölz/Kochel – Kinos in Bayern dürfen seit Montag grundsätzlich wieder Besucher empfangen, die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wurden aufgehoben. Im Landkreis bleiben die großen Leinwände trotzdem dunkel.

Wer derzeit beim Kino in Kochel anruft, erhält per automatischer Ansage die Information, dass das KiK weiterhin geschlossen ist. Voraussichtlich Ende Juni soll bekannt gegeben werden, wann eine Öffnung möglich sein wird. Das Kino in Wolfratshausen schreibt auf seiner Homepage: „Schweren Herzens haben wir uns entschieden, den Spielbetrieb vorerst nicht wieder aufzunehmen.“ Die momentanen Auflagen seien aus wirtschaftlicher Sicht nicht zu erfüllen. Auch in Bad Tölz bleibt der Betrieb in „Capitol“ und „Isar-Kinocenter“ weiter eingestellt.

„Wir haben noch nichts Handfestes in Bezug auf die konkreten Auflagen“, erklärt Katha Sohnius vom „Isar-Kinocenter“ die Bedenken der Filmhäuser. Auch sei bei den geltenden Auflagen kein schöner Kino-Abend für Besucher und Betreiber möglich. Erschwerend kommt laut ihrer Aussage noch dazu, dass es praktisch keine neuen Filme gebe. „Die Starts, die für den Juli geplant waren, sind in den Herbst verschoben worden.“ Das liege unter anderem daran, dass viele Synchronstudios aufgrund der Corona-Pandemie nicht arbeiten konnten. „Die großen Verleiher wollen außerdem meistens weltweit gleichzeitig starten. Daher wurden diese Filme verschoben.“ Unter diesen Voraussetzungen sei es keine gute Idee, wieder zu öffnen.

Reihen sperren oder Plätze frei lassen: Umsetzbarkeit wird geprüft

Eine Aussicht, wann sich das ändern wird, gebe es noch nicht. „Wir hangeln uns an dem entlang, was wir selbst der Presse entnehmen.“ So erarbeite man derzeit ein Konzept, das sich an den 50 Personen orientiere, die derzeit maximal in geschlossenen Räumen zugelassen sind und natürlich an den Abständen. „Wir müssen sehen, wie das umsetzbar ist. Ob wir beispielsweise immer eine Reihe sperren müssen oder Plätze frei lassen.“ Die Auflagen empfindet Sohnius als undurchsichtig. „Wir schauen von Tag zu Tag.“

Seit 17. März müsse man nun die Säle geschlossen halten. Außer über den Verkauf von Geschenkgutscheinen gebe es keine Einnahmen. „Zum Glück unterstützen uns die Leute und nehmen die Gutscheine gut an“, so Sohnius. Alles andere müsse man abwarten.

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